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Gasaustritt im Clara-Zetkin-Park: "Es hätte zur Explosion kommen können“

Katastrophe im Glashaus verhindert Gasaustritt im Clara-Zetkin-Park: "Es hätte zur Explosion kommen können“

Den Kupferdieben war wahrscheinlich nicht bewusst, was für einen Schaden sie hätten anrichten können. Nur durch Zufall wurde am ersten Weihnachtstag eine Katastrophe im Glashaus im Clara-Zetkin-Park verhindert. Durch abmontierte Rohre trat ungehindert Gas aus.

Am ersten Weihnachtstag hat es im Glashaus gebrannt.

Quelle: mro

Leipzig. Durch austretendes Gas ist es am ersten Weihnachtstag im Leipziger Clara-Zetkin-Park beinahe zu einer Katastrophe gekommen. Buntmetalldiebe hatten bei einem Einbruch im derzeit geschlossenen Restaurant Glashaus Kupferrohre abmontiert und dadurch ein Leck verursacht. Nur durch Zufall konnte Schlimmeres verhindert werden: Der durch das Gas entfachte Brand wurde gegen 13.45 Uhr von Passanten entdeckt, die sofort die Feuerwehr und Polizei alarmierten.

„Wenn sich das Gas im Raum gesammelt hätte, hätte es zur Explosion kommen können“, verdeutlichte eine Sprecherin der Feuerwehr-Leitstelle am Samstag gegenüber LVZ.de die drohende Gefahr. Die Buntmetalldiebe nahmen diese offenbar unwissentlich in Kauf. „Die Leitung stand unter Druck“, hieß es aus dem Führungs- und Lagezentrum der Polizei. Nach ersten Ermittlungen beschädigten die Täter in der Küche das Gasrohr, als sie versuchten, Kupferrohre abzumontieren.

Feuerwehr war auf das Schlimmste vorbereitet

Ein zündender Funke hätte bei einer Gasansammlung bereits ausgereicht, um ein Unglück herbeizuführen, so die Feuerwehr. Die Kameraden waren deshalb bereits auf das Schlimmste eingestellt: „Ein Löschangriff wurde vorsorglich vorbereitet“, so die Sprecherin. Die Betreiber des Lokals hatten allerdings Glück im Unglück. An der offenen Leitung bildete sich eine kleine Flamme, so dass das Gas größtenteils verbrannte. Die Feuerwehr stellte schließlich das Gas ab und konnte die Flamme löschen.

Dennoch entstand in der Küche erheblicher Schaden. Neben den defekten Rohren seien Fliesen von der Wand gefallen, so die Polizei. Außerdem ist der Raum verraucht und verrußt, teilten die Beamten weiter mit. Die Täter waren beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits verschwunden. Gegen sie wird neben besonders schwerem Diebstahl auch wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Das Glashaus hat seit Anfang Dezember geschlossen und wird derzeit umgebaut. Es soll laut Betreiber im März wieder öffnen.

Matthias Roth / Robert Nößler

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