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Gasgeruch vermutet – Feuerwehr evakuiert Haus in Leipzig-Mockau

Einsatz in Nacht Gasgeruch vermutet – Feuerwehr evakuiert Haus in Leipzig-Mockau

Die Anwohner eines Hauses in Mockau-Nord nahmen einen üblen Geruch wahr, vermuteten ein Gasleck. Die Feuerwehr evakuierte das Haus in der Nacht.

Ein Haus in Leipzig-Mockau wurde evakuiert. Anwohner vermuteten zunächst ein Gasleck.

Quelle: Annett Zöllner

Leipzig.  

Eine unruhige Nacht zum Sonntag hatten die Bewohner eines Hauses in der Essener Straße. Gegen 23 Uhr bemerkten einige einen üblen Geruch und vermuteten, dass ein Gasleck die Ursache sein könnte. Polizei und Feuerwehr wurden benachrichtigt. Die Einsatzkräfte ließen das Gebäude im Ortsteil Mockau-Nord evakuieren. 15 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Die Feuerwehr überprüfte das Gebäude und der Messdienst testete, ob tatsächlich Gas ausströmte. Das konnte aber nicht bestätigt werden, teilten Polizei um Feuerwehr weiter mit. Eine Explosionsgefahr bestehe nicht, hieß es aus dem Lagezentrum. Da der Geruch aber wahrnehmbar gewesen sei, wurde das Gebäude vorsorglich versiegelt. 13 Anwohner wurden vom Notarzt vor Ort untersucht. Vier davon mussten wegen Atemwegsbeschwerden über Nacht im Klinikum St. Georg behandelt werden, darunter eine schwangere Frau.

Notaufnahme wegen Patienten kurzfristig gesperrt

Laut einem der Verletzten sei die dortige Notaufnahme nach dem Eintreffen der Patienten vorübergehend geschlossen worden. „Wir mussten unsere kompletten Sachen in Spezialsäcke stopfen und waren die Nacht über in einem gefliesten Raum untergebracht“, sagte der Mann gegenüber LVZ.de. Auch die Feuerwehr bestätigt, dass die Notaufnahme im St. Georg kurzzeitig geschlossen und gereinigt werden musste. Die Verletzten seien auf mögliche Kontaminierungen hin untersucht worden. „Das sind Vorsichtsmaßnahmen, bei denen man erst mal vom schlimmsten Fall ausgeht“, so Bernhard Vogel, Dienstschichtführer der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle.

Die anderen Bewohner harrten in der Nacht einige Stunden vor dem Gebäude in einem extra bereitgestellten Bus aus, mussten sich dann aber zum Beispiel bei Freunden eine Bleibe suchen. Am Sonntag durften die Bewohner kurzzeitig ins Haus zurück, um ein paar persönliche Sachen zu holen, hieß es aus dem Lagezentrum der Polizei.

Laut einem der Verletzten habe das Gebäude am Sonntag immer noch komisch gerochen. „Wir hatten wieder Atemnot und diesen metallischen Geschmack im Mund“, sagte er gegenüber LVZ.de. Laut ihm habe die Polizei den Bewohnern mitgeteilt, dass das Haus noch zwei bis drei Tage versiegelt bleibe.

Nach Angaben der Feuerwehr sind derzeit externe Fachleute vor Ort, die das Gebäude weiter untersuchen. Noch sei aber unklar, was den unangenehmen Geruch und die Atemwegsbeschwerden ausgelöst habe. „Wir wissen noch nicht, welcher Stoff der Auslöser dafür war“, hieß es.

 

Von Evelyn ter Vehn / Lucas Grothe

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