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Gegendemonstranten halten NPD von Asylbewerberheim in Leipzig-Schönefeld fern

Gegendemonstranten halten NPD von Asylbewerberheim in Leipzig-Schönefeld fern

Leipzig. Etwa 400 Demonstranten haben sich am Samstagvormittag in Leipzig-Schönefeld versammelt, um gegen eine NPD-Kundgebung zu protestieren.

Auf einer Freifläche in Höhe der Löbauer und der Bautzner Straße versammelten sich ab 11 Uhr die Gegendemonstranten. „Es sind viele Menschen der Kirchgemeinde hier, viele ältere“, berichtete Michael Reinhardt, Vorsitzender des Bürgervereins Schönefeld. Auch die Initiative „Leipzig nimmt Platz“ ist vor Ort, um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

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Leipzig. Etwa 400 Demonstranten haben sich am Samstagvormittag in Leipzig-Schönefeld versammelt, um gegen eine NPD-Kundgebung zu protestieren. Auf einer Freifläche in Höhe der Löbauer und der Bautzner Straße versammelten sich ab 11 Uhr die Gegendemonstranten. Die Polizei trennte beide Gruppen mit einem Großaufgebot. Immer wieder kam es zu kleinerern Auseinandersetzungen.

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Kurz nach 12 Uhr setzte sich der Zug der rechtsextremen NPD in Bewegung. Die ursprünglich geplante Kundgebung vor dem Fechner-Gymnasium wurde verlegt. Sie sollte 200 Meter vor der Asylbewerberunterkunft stattfinden. Zwischen 60 bis 90 Personen seien dem NPD-Aufruf gefolgt, so Grünen-Stadtrat Jürgen Kasek. Über Nebenstraßen und Hinterhöfe versuchten Gegendemonstranten immer wieder, den Zug der Rechten zu stören. "Die Polizei hat das gut abgesichert", berichtete er. "Auffällig ist, mit was für einem großen Aufgebot die Polizei hier vor Ort ist."

Gegen 13.30 durchbrach eine Gruppe aus der Gegendemo die Polizeiabsperrung und besetzte die Kreuzung Gorkistraße und Löbauer Straße. Die Polizei ging mit Härte gegen die Blockierer vor. Pfefferspray und "körperlicher Zwang" kamen zum Einsatz. "Es war eine massive Polizeipräsenz", so Linken-Politikerin Juliane Nagel. "Das Auftreten war sehr aggressiv und einschüchternd. Ich empfand die Kräfte als sehr bedrohlich."

Wie Polizeisprecher Uwe Voigt am Vormittag gegenüber LVZ-Online mitteilte, kam es am Rande der Gegendemonstration schon vor Beginn zu ersten Auseinandersetzungen. Vermummte Teilnehmer und Einsatzkräfte der Polizei gerieten aneinander. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und erteilten Platzverweise. Eine anreisende Gruppe habe sich Rangeleien mit den Ordnungshütern geliefert.

Die Demonstranten hätten teilweise Pfefferspray gegen Polizisten eingesetzt, teilte die Polizei nach dem Ende der Kundgebungen mit. Mehrere Quellen bestätigten zudem, dass vor Beginn zwei Fahrzeuge von rechten Demonstrationsteilnehmern beschädigt worden seien. Während des gesamten Einsatz nahm die Polizei vier Personen in Gewahrsam. Sie sollen Widerstand gegen Anwesiungen der BEamten geleistet und teilweise illegale Pyrotechnik mit sich geführt haben.

Kurz nach 14 Uhr machten die NPD-Anhänger kehrt: An einem Supermarkt in der Gorkistraße ging es für die Rechten nicht mehr weiter. „Es ist uns gelungen, die Rechtsextremen von der Asylbewerberunterkunft fern zu halten“, freute sich Linken-Stadträtin Juliane Nagel. „Wir müssen uns bei Ordnungsamt und Polizei bedanken, dass sie uns das ermöglicht haben.“ Jürgen Kasek betonte besonders den breiten Zuspruch in der Bevölkerung: „Vom Bürgerverein Schönefeld und der Kirchgemeinde waren sicher 150 Leute vor Ort.“ Die NPD hingegen hätte niemanden aus dem Viertel mobilisieren können.

Die Veranstaltung der NPD fand unter dem Motto „Kinderschutz statt Asylbewerber“ statt „Diese Aussage ist totaler Unsinn“, empörte sich Michael Reinhardt, „Da werden Ängste geschürt.“ Juliane Nagel vom Aktionsbündnis Leipzig nimmt Platz ergänzt: „Auch Kinder leben in der Asylbewerberunterkunft. Da werden von der NPD Widersprüche konstruiert, die nicht bestehen."

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joka/chg

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