Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Leipzig Gemeinsamer Großeinsatz von Polizei und Stadtverwaltung in Leipzig
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Gemeinsamer Großeinsatz von Polizei und Stadtverwaltung in Leipzig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:47 12.09.2018
Razzia im Leipziger Osten. Quelle: Bundespolizei
Leipzig

Am frühen Mittwochmorgen sind Polizei und Stadtverwaltung im Leipziger Osten und Westen gemeinsam gegen eine Bande von Urkundenfälschern und Schleusern vorgegangen. Dabei wurden nach LVZ-Informationen unter anderem mehrere Wohnungen in Sellerhausen und in Grünau durchsucht.

Wie die Bundespolizei gegen Mittag mitteilte, richtete sich die konzertierte Aktion gegen 6 Uhr der Ermittlungsgruppe „BOHEMIA“ gegen insgesamt sieben Beschuldigte, die mit gefälschten rumänischen, griechischen, polnischen und bulgarischen Dokumenten gehandelt haben sollen. Illegal eingereiste Migranten sollten mit diesen Dokumenten eine Anmeldebestätigung bei der Meldebehörde der Stadt Leipzig erlangen können und ihnen damit eine Arbeitsaufnahme oder anderweitige Leistungen ermöglicht werden.

Etwa 80 Beamte von Bundespolizei, Polizei Sachsen und Polizeidirektion Leipzig seien an den Razzien in sieben Objekten beteiligt gewesen. „Bei den Durchsuchungen konnte Beweismaterial beschlagnahmt werden, darunter entsprechende Unterlagen, die auf illegale Erwerbstätigkeiten hindeuten sowie eine vermutlich verfälschte italienische Identitätskarte“, heißt es in einer Stellungnahme der Behörden.

Zudem seien bei den Aktionen zwei albanische Staatsbürger festgenommen worden, die sich illegal in Leipzig aufhielten. „Hier laufen momentan die Abstimmungen mit der zuständigen Ausländerbörde zur Prüfung aufenthaltsbeendender Maßnahmen. Zudem konnte belegt werden, dass es sich bei einem Teil der durchsuchten Wohnungen tatsächlich nur um Scheinadressen handelte“, teilte die Bundespolizei mit.

Bereits im April 2017 hatten Polizeikräfte ein Hostel in der Hermann-Liebmann-Straße gestürmt, das als ein Schleuser-Hauptquartier galt. Seit 2015 soll dessen damals verhafteter Besitzer Ausländer aus Nicht-EU-Staaten mit einer Vielzahl von gefälschten Ausweisdokumenten bei Einwohnermeldeämtern der Stadt Leipzig angemeldet und illegal eingereisten Personen aus Albanien, Libyen, Tunesien, Algerien und der Ukraine zu falschen Identitäten als EU-Bürger der Staaten Slowenien, Rumänien, Tschechien, Slowakei und Kroatien verholfen haben. Auch hier war schon von Scheinanmeldungen die Rede, wodurch Illegale mit Meldebescheinigungen ein Gewerbe anmelden oder Arbeitsverträge abschließen konnten.

Ob es Parallelen zwischen diesem Fall und dem aktuellen Ermittlungsverfahren gibt, war gestern zunächst noch unklar. Doch ohnehin hoffen die Behörden, bei der Auswertung der gestern beschlagnahmten Beweismittel auch Hinweise auf weitere Tatverdächtige und möglicherweise die Hintermänner der Schleusermafia zu erlangen.

Die Untersuchungen der Ermittlungsgruppe in dem Verfahren dauern an, teilten die Behörden abschließend mit. „Die Einheit wird sich auch in den nächsten Jahren vergleichbaren Ermittlungsverfahren widmen. Hierbei stellt die Bekämpfung der irregulären Migration mittels ge- und verfälschter Dokumente einen absoluten Schwerpunkt dar.“

Im Oktober 2000 war „Bohemia“ gegründet worden. Leipzig spiele nach wie vor eine zentrale Rolle im Bereich der Schleuserkriminalität, hieß es schon damals, allein schon wegen der Anbindung an grenznahe Autobahnen und des Hauptbahnhofes als Verkehrsknotenpunkt.

Von mpu/F.D.

Schwere Vorwürfe treffen drei junge Leute, deren Streit über eine Wohngemeinschaft (WG) in Leipzig eskaliert ist. Sie sollen einen Ex-Kumpel, weil er als vierter WG-Bewohner ausstieg, massiv geschlagen und getreten haben. Es geht sogar um erpresserischen Menschenraub.

11.09.2018

Ein Mann hat auf einem Geh- und Radweg im Leipziger Stadtteil Grünau eine Frau von ihrem Fahrrad gestoßen. Dabei verletzte sie sich. Gegen den Mann wird ermittelt.

11.09.2018

Zwei Kinder sind am Bahnhof Leutzsch von einem Mann und einer Frau bestohlen worden. Sie sagten, sie seien von der Polizei und erbeuteten von den Jungen unter anderem Handys und ein Mountainbike.

11.09.2018