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Georg-Schumann-Straße bleibt nach Einsturz teilweise gesperrt – Stadt will Rechnung stellen

Georg-Schumann-Straße bleibt nach Einsturz teilweise gesperrt – Stadt will Rechnung stellen

Nach dem Teileinsturz eines leerstehenden Hauses in Leipzig-Möckern bleibt die Georg-Schumann-Straße halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird stadtauswärts bis auf Weiteres umgeleitet, teilte die Stadt am Donnerstag mit.

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Nach dem Teileinsturz eines leerstehenden Hauses in Leipzig-Möckern bleibt die Georg-Schumann-Straße bis auf Weiteres halbseitig gesperrt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Nach Angaben des Amts für Bauordnung und Denkmalpflege waren am Vorabend mehrere Decken des Gebäudes eingestürzt. Die Stadt forderte den Besitzer dazu auf, unverzüglich Sicherungsarbeiten in Angriff zu nehmen und will ihm die Kosten für den Einsturz in Rechnung stellen.

Wie sich bei einem Ortstermin an der Ecke Elli-Voigt-Straße am Morgen herausstellte, war eine Zwischenwand im obersten, dem dritten Obergeschoss, umgekippt. Die Trümmer hätten die Reste der Geschossdecken der darunter liegenden Etagen mitgerissen, hieß es am Nachmittag aus dem Rathaus. „Die Kappendecke über dem Kellergeschoss hat alle eingestürzten Teile aufgehalten“, teilte das Bauordnungsamt mit.

Eigentümer versucht zu beschwichtigen

Der Besitzer hatte am Donnerstagmorgen versucht zu beschwichtigen. „Ein morscher Balken ist abgebrochen und auf darunter liegende Styropor-Platten gefallen. Das hat den ganzen Staub aufgewirbelt“, erklärte Baran Karaoglan, Sprecher des Eigentümers, gegenüber LVZ-Online. Das Bauordnungsamt habe daraufhin angeordnet, eine weitere Stütze im Gebäude aufzustellen. Das Haus sei dann nicht weiter einsturzgefährdet, betonten sowohl Karaoglan als auch die Behörde. Der Eigentümer beauftragte noch vor Ort einen Prüfstatiker.

Die Feuerwehr war am Mittwoch gegen 21.30 Uhr in die Georg-Schumann-Straße 250 gerufen worden, um einen vermeintlichen Brand zu löschen. Die Rauchschwaden entpuppten sich vor Ort allerdings als Staubwolken, die durch den Einsturz von Gebäudeteilen auf die Straße gewirbelt worden waren. Fachleute des Bauordnungsamts ließen noch am Abend den Fußweg vor dem Haus und die Fahrbahn in Richtung Schkeuditz bis auf Weiteres absperren.

Von dem Deckeneinsturz waren zunächst auch die Straßenbahnen der Linien 10 und 11 betroffen, welche umgeleitet werden mussten. Die Buslinie 80 verkehrt nach Angaben der Leipziger Verkehrsbetriebe weiterhin auf geänderter Route über die Hans-Beimler-Straße, Annaberger Straße zur Georg-Schumann-Straße. Der Stopp am historischen Straßenbahnhof Möckern entfällt. 

Vierter Hauseinsturz in zwei Jahren

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In dem Haus vermuteten Anwohner am Mittwoch zunächst einen Brand.

Quelle: Dirk Knofe

Es ist nach Angaben der Stadt bereits der vierte Fall dieser Art in den vergangenen beiden Jahren in Leipzig. Ein Hauseinsturz in der Eisenbahnstraße, der für wochenlange Verkehrsbehinderungen sorgte, hatte erst im Sommer 2014 Aufsehen erregt. Unweit davon, in der Wurzner Straße in Leipzig-Volkmarsdorf, war bereits im Februar 2014 ein leerstehendes Haus nahezu vollständig eingestürzt. Die Ruine war bereits zuvor als Problemfall bekannt.

Wie die Stadt auf Anfrage mitteilte, könne die Zahl vom Einsturz bedrohter Gebäude im Stadtgebiet derzeit nicht seriös benannt werden. „Da es sich in aller Regel um Gebäude privater Eigentümer handelt, sind die Möglichkeiten beschränkt“, hieß es weiter. Eigentümern werde Beratung und gegebenenfalls auch Hilfe beim Verkauf von Gebäuden angeboten, wenn diese selbst wirtschaftlich nicht in der Lage seien, die Bausubstanz zu erhalten. Über das Gebäudesicherungsprogramm der Stadt sei in bestimmten Fällen auch finanzielle Unterstützung gegen den weiteren Verfall möglich und in der Vergangenheit gewährt worden.

mro / mpu / nöß

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