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Gericht verhängt nach Überfällen auf Leipziger Spielotheken milde Strafen

„Wirklich Reue“ Gericht verhängt nach Überfällen auf Leipziger Spielotheken milde Strafen

Mit milden Strafen endete am Donnerstag der Prozess um bewaffnete Raubüberfälle auf Spielotheken Anfang 2017 in Leipzig. Das Landgericht billigte den zwei Angeklagten Bewährung zu. Die Staatsanwaltschaft wollte beide vielmehr hinter Gitter bringen.

Überfälle auf Leipziger Spielhöllen – ein Fall fürs Landgericht.

Quelle: dpa

Leipzig. Mit milden Strafen endete am Donnerstag der Prozess um bewaffnete Raubüberfälle auf zwei Spielotheken Anfang 2017 in Leipzig. Das Landgericht verurteilte Imran O. (20) zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren Haft auf Bewährung. Er hatte seine Beteiligung an den Überfällen auf die Spielotheken „Fair Play“ in der Dresdner Straße am 15. Januar sowie „Las Vegas“ in der Riesaer Straße am 23. Januar gestanden. Gesamtbeute: knapp 2000 Euro. Für ebenso erwiesen hielt die 3. Strafkammer einen Handyraub vom Dezember 2016.

Zusätzlich 150 Sozialstunden

Der Mitangeklagte Güney K. kam mit einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung davon. Der Schuldspruch bezog sich auf den Beutezug vom 15. Januar und den Handyraub. „Es bestehen aber Zweifel, dass er am 23. Januar dabei war – das bedeutet Freispruch“, so der Vorsitzende Richter Norbert Göbel. Die Angeklagten müssen je 150 Sozialstunden leisten.

Das Gericht hatte sich im Fall der beiden jetzt 20-jährigen gebürtigen Türken entschieden, das im Vergleich zum Erwachsenen- mildere Jugendrecht zugrunde zu legen, bei dem der „Erziehungsgedanke zuvörderst steht“, sagte Göbel. „Wir haben wirklich den Eindruck, dass beide bereuen und es sich um eine kurze Lebensphase gehandelt hat, wobei es hier nicht um Eierdiebstahl, sondern schwere Straftaten ging.“ Während Imran O. Geld für seine Familie brauchte, war Güney K. spielsüchtig.

Staatsanwaltschaft wollte höhere Sanktionen

Das Urteil entsprach im Wesentlichen den Anträgen der Verteidiger Christian Avenarius und Ingo Stolzenburg von je einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft wollte indes Strafen von mehr als zwei Jahren, die nicht zur Bewährung hätten ausgesetzt werden können.

Von Sabine Kreuz

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