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Gerichtsurteil in Leipzig: Sextäter lockt Leipziger Kinder in Facebook-Falle

Gerichtsurteil in Leipzig: Sextäter lockt Leipziger Kinder in Facebook-Falle

Er darf zwei Jahre lang nicht mehr als Trainer und Erzieher arbeiten: Der Funktionär eines hiesigen Sportvereins ist jetzt vom Amtsgericht des sexuellen Missbrauchs von Kindern in zwei Fällen und des sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen sowie des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften schuldig gesprochen worden.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Die verhängte Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Die Taten sollen sich am 18. und 19. Dezember vorigen Jahres ereignet haben. Demnach nahm der Angeklagte Hans-Jürgen P. (48) im Internet über das soziale Netzwerk Facebook Kontakt zu den beiden Kindern und dem Jugendlichen auf, lud sie zu sich ein. Weil die Eltern der Betroffenen unmittelbar nach den Taten Polizei und Staatsanwaltschaft informierten, konnten umgehend Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen eingeleitet werden.

Schon am 21. Dezember wurde Hans-Jürgen P. vorläufig festgenommen, saß seither in Untersuchungshaft. Bei einer Wohnungsdurchsuchung beschlagnahmten Ermittler zwei Computer. Auf den Festplatten des Beschuldigten sollen sich insgesamt vier kinder- und acht jugendpornografische Dateien befunden haben. Die beschlagnahmten Aufnahmen zeigten unbekannte Kinder und Jugendliche, nicht die drei vom Missbrauch Betroffenen.

Als strafmildernd wertete das Gericht, dass der Angeklagte in der Hauptverhandlung ein umfassendes Geständnis ablegte. Dies ersparte den Opfern eine psychisch sehr belastende Vernehmung vor Gericht. Da Hans-Jürgen P. auch nicht vorbestraft ist, kam er mit einer Bewährungsstrafe davon. Der Haftbefehl gegen ihn wurde aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft hatte dies beantragt, die Verteidigung ebenfalls für eine noch bewährungsfähige Strafe plädiert.

Während der zweijährigen Bewährungszeit ist es Hans-Jürgen P. per gerichtlicher Weisung untersagt, als Trainer oder Erzieher tätig zu sein. Zudem muss er 2000 Euro an die Staatskasse zahlen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Erst Ende März war ein Sexualstraftäter verurteilt worden, der ebenfalls im Internet Jagd auf minderjährige Opfer gemacht hatte. Mit einem falschen Profil erschlich sich der 47-jährige Mann in einem Internet-Chat für Schüler das Vertrauen einer 13-Jährigen, lockte die Schülerin in eine Wohnung und vergewaltigte sie brutal. Das Landgericht schickte ihn für fünfeinhalb Jahre hinter Gitter.

Vor knapp einem Jahr wurde ein 63 Jahre alter Leipziger zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Auch er hatte über Facebook Kontakt zu einem 13-jährigen Mädchen aufgenommen, wollte von ihr Nacktfotos und Sex. Die Mutter der Schülerin kam zum Glück dahinter, zeigte den Mann an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.05.2014

Frank Doering

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