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Gift-Unfall neben Porsche-Werk in Leipzig – Firmengelände nach Havarie evakuiert

Gift-Unfall neben Porsche-Werk in Leipzig – Firmengelände nach Havarie evakuiert

Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei im Leipziger Nordwesten: Auf einem Firmengelände neben dem Porsche-Werk ist am Dienstag bei einem Arbeitsunfall eine hochgiftige Chemikalie ausgelaufen.

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Auf einem Firmengelände im Leipziger Ortsteil Lützschena-Stahmeln gab es am Dienstagmittag einen Chemieunfall. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Nach Polizeiangaben wurde beim Beladen eines Lastwagens ein 200-Liter-Fass mit Trichlorethylen beschädigt. Die Polizei bildete einen Sperrradius von 100 Metern rund um das Areal am Sattlerweg, Ecke Böttcherweg. Die betroffene Logistikfirma wurde evakuiert. Verletzte gab es nicht.

Das Unglück ereignete sich gegen 11.30 Uhr. Die Feuerwehr eilte mit mehr als 50 Einsatzkräften nach Lützschena-Stahmeln, um die ausgetretene Flüssigkeit mit Spezialmitteln zu binden. Anlieger rund um das Güterverkehrszentrum (GVZ) wurden aufgefordert, aufgrund der giftigen Dämpfe Fenster und Türen geschlossen zu halten und nicht zu rauchen. Der Bereich zwischen dem Kreisverkehr Radefelder Allee und Hugo-Junkers-Straße wurde gesperrt. Rund um die Unglücksstelle direkt neben der Porsche-Teststrecke versammelten sich jedoch zahlreiche Schaulustige.

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Leipzig. Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei im Leipziger Nordwesten: Auf einem Firmengelände neben dem Porsche-Werk ist am Dienstag bei einem Arbeitsunfall eine hochgiftige Chemikalie ausgelaufen. Nach Polizeiangaben wurde beim Beladen eines Lastwagens ein Fass mit Trichlorethylen beschädigt. Die Beamten sperrten den Bereich großräumig ab.

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110 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht

Laut Feuerwehr-Leitstelle hatten sich die 110 Mitarbeiter der betroffenen Firma bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte in Sicherheit gebracht. Zunächst hieß es von Seiten der Polizei, dass ein Teil des angrenzenden Porsche-Werks geräumt worden sei. Dies wurde jedoch vom Autohersteller dementiert. "Die Produktion lief ganz normal weiter", erklärte Porsche-Sprecherin Julia Pirlich.

Bei Trichlorethylen handelt es sich um ein starkes Lösungsmittel, das auch zu Reinigungszwecken eingesetzt wird. „Es ist ein sehr gefährlicher Stoff, der Haut- und Augenreizungen auslösen kann“, erklärte Polizeisprecherin Katharina Geyer gegenüber LVZ-Online.

Chemikalien von Spezialfirma entsorgt

Eine Spezialfirma wurde damit beauftragt, das beschädigte Fass zu entsorgen und die Unglücksstelle zu reinigen. Die ausgelaufene Chemikalie wurde mit Bindemitteln aufgenommen und teilweise in Edelstahlfässer abgefüllt. Fachleute der Kommunalen Wasserwerke (KWL), des Umweltamtes der Stadt und der Unteren Wasserbehörde waren noch am Nachmittag vor Ort, um zu untersuchen, ob auch das Grundwasser kontaminiert wurde. Eine akute Gefahr für die Umwelt bestand nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht.

Gegen 14.20 Uhr konnten die weiträumigen Absperrungen von der Polizei aufgehoben werden. Warum es zu dem Unfall kam, ist bislang noch unklar.

Robert Nößler

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