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Großeinsatz: Briefe mit weißem Pulver im Leipziger Amtsgericht gefunden

Großeinsatz: Briefe mit weißem Pulver im Leipziger Amtsgericht gefunden

Giftalarm am Leipziger Amtsgericht: Am frühen Montagnachmittag ist im Justizgebäude an der Bernhard-Göring-Straße mehrere Briefumschläge mit einer unbekannten Substanz gefunden worden.

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Giftalarm am Leipziger Amtsgericht: Am Montag (06.10.2014) sind hier mehrere Briefumschläge mit einer unbekannten Substanz gefunden worden.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Wie die Polizei mitteilte, wollte eine Mitarbeiterin die Postsendungen gegen 13 Uhr öffnen und bemerkte dabei weißes Pulver, das aus einem der Briefe herausrieselte.

Feuerwehr und Polizei wurden umgehend alarmiert. Die Rettungskräfte rückten mit zwei Löschzügen, Gefahrgut-Komponenten und den Spezialisten der Feuerwache Ost an. Insgesamt seien mehr als 30 Kollegen im Einsatz gewesen. „In Schutzanzügen wurden die Briefe verpackt und vom Messdienst in die Landesuntersuchungsanstalt zur weiteren Untersuchung gebracht", sagte ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber LVZ-Online. Bisher sei noch völlig offen, worum es sich bei dem weißen Pulver handelt.

Die betroffene Mitarbeiterin der Poststelle des Amtsgerichts wurde von einem Notarzt untersucht und zusammen mit sechs weiteren Personen, die sich beim Auffinden des Briefes ebenfalls im Raum befanden, desinfiziert. „Allen geht es soweit gut“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt. „Der betroffene Raum in der Poststelle muss nun für 72 Stunden versiegelt werden“, so Voigt weiter. Der Rest des Gebäudes konnte gegen 14 Uhr wieder frei gegeben werden.

Vorübergehende Änderung der Faxnummer – ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit

Aufgrund der vorübergehenden Sperrung des Poststellen-Raumes ist allerdings das dortige Faxgerät mit der zentralen Nummer 0341/4940600 nicht mehr benutzbar, so die stellvertretende Leiterin der Behörde, Kornelia Dingler. Stattdessen sollte bei eiligen Anfragen nun ein Alternativgerät unter

0341/4940537

genutzt werden. Zudem können auch die Briefe, die am Montag im Amtsgericht abgegeben wurden und jetzt im betroffenen Raum lagern, ebenfalls 72 Stunden nicht bearbeitet werden. Sollten dadurch möglicherweise Fristen verstreichen, werde im Einzelfall über das weitere Vorgehen entschieden, Dingler.

Ähnliche Vorfälle hatte es in der Vergangenheit schon mehrfach in und um Leipzig gegeben. Zuletzt war das Bundesverwaltungsgericht Mitte Februar geräumt worden, nachdem dort ein solcher Brief mit weißem Pulver aufgetaucht war. Vermutungen, es könne sich um Milzbranderreger handeln, bestätigten sich nicht. Seither ermitteln die Behörden wegen Androhung einer Straftat gegen unbekannt.

mpu

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