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Großer Kokainfund am Flughafen Leipzig/Halle – 730 Kilo Drogen in 2016

Zoll-Bilanz Großer Kokainfund am Flughafen Leipzig/Halle – 730 Kilo Drogen in 2016

Eine Statue aus Mexiko hat den Drogenfahndern am Flughafen Leipzig/Halle einen beachtlichen Kokain-Fund beschert.

Eine Mitarbeiterin des Zolls präsentierte am Dienstag ein Gerät, dass zur Überprüfung von Drogen genutzt wird.

Quelle: dpa

Leipzig. Zollfahndern am Flughafen Leipzig/Halle ist eine große Drogenlieferung ins Netz gegangen. Wie die Beamten am Dienstag mitteilten, wurde bereits am 9. Februar eine Luftfrachtsendung aus Mexiko kontrolliert, die für eine Adresse in Spanien bestimmt gewesen sein. „In dem 170 Kilogramm schweren Paket befand sich eine fast eineinhalb Meter große Statue aus einem gipsähnlichen Material. Da den geübten Zöllneraugen Unregelmäßigkeiten auf dem Röntgenbild der Statue auffielen, entschieden sie sich, den Boden der Statue vorsichtig mit einem kleinen Bohrer anzubohren“, heißt es in einer Stellungnahme.

Aus dem Loch rieselte weißes Pulver heraus – das bei einem Rauschgifttest als Kokain identifiziert werden konnte. In Abstimmung mit spanischen Behörden wurde die Statue wieder verpackt und regulär zugestellt. „Die spanischen Kollegen haben daraufhin den Empfänger festgenommen und in seinem Beisein die Statue komplett geöffnet. Und der Verdacht unserer Leipziger Zöllner hat sich bestätigt: Die Statue enthielt knapp 18 Kilogramm Kokain“, sagt Zoll-Pressesprecherin Heike Wilsdorf am Dienstag.

Jahresbilanz: Beschlagnahmte Drogen-Menge verdreifacht

Der Fang zum Jahresbeginn am Schkeuditzer Airport passt auch gut zur Bilanz des Zolls im vergangenen Jahr. Insgesamt beschlagnahmten die Fahnder 730 Kilogramm Drogen – dreimal so viel wie im Jahr 2015. „Den größten Anteil von mehr als 695 Kilogramm stellte der Zoll auf dem Flughafen Leipzig-Halle sicher“, so der Leiter des Hauptzollamtes Franz Horak.

Unter den beschlagnahmten Rauschmitteln im vergangenen Jahr waren 83 Kilogramm Kokain, 14 Kilogramm Opium und sechs Kilogramm Crystal. Als Tarnung für den Schmuggel diente unter anderem auch ein Elektromotor. „Stark zugenommen hat die Kaudroge Khat“, sagte Horak. Habe es sich früher eher um Einzelfälle gehandelt, seien 2016 mehr als 430 Kilogramm der pflanzlichen Droge aus dem Verkehr gezogen worden. Deren Hauptwirkstoffe seien Cathinon und Cathin. Die Substanzen seien eng mit Amphetaminen verwandt.

Bei Schwarzarbeit wurde den Angaben zufolge eine Schadensumme von mehr als 25,1 Millionen Euro ermittelt (2015: knapp 29 Millionen Euro). „Dabei entstanden die häufigsten Schäden durch nicht gezahlte Steuern und Sozialversicherungsabgaben, durch erschlichene Sozialleistungen sowie durch die Nichteinhaltung von Mindestlohnvorschriften“, sagte Horak. Bei den Kontrollen wurden rund 1350 Arbeitgeber geprüft. 5150 Verfahren wurden neu eingeleitet.

Auch in puncto Artenschutz wurden die Beamten fündig. 220 geschützte Tiere und Pflanzen sowie daraus hergestellte Produkte wurden sichergestellt. Dabei handelte es sich vorwiegend um Waren aus Elfenbein, Gebrauchsgegenstände und Modeartikel aus Reptilienleder, um Pelze, Muscheln und Korallen. (mit dpa)

Von mpu

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