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Großrazzia in der JVA Leipzig: Fahnder stellen Messer, Drogen und Handys sicher

Großrazzia in der JVA Leipzig: Fahnder stellen Messer, Drogen und Handys sicher

Dutzende Einsatzkräfte durchsuchen am Dienstagvormittag die Leipziger Justizvollzugsanstalt (JVA) in der Leinestraße. Mit Spürhunden und Spezialtechnik inspizieren sie die Zellen der Häftlinge.

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Einsatzbesprechung vor der Razzia in der JVA Leipzig: Mehr als 50 Beamte durchsuchten am Dienstag das Gefängnis in der Leinestraße.

Quelle: Andreas Döring

Leipzig. Die Beamten finden dabei Stichwaffen, Drogen und unerlaubte Mobiltelefone – für sie ist die großangelegte Razzia ein Routineeinsatz.

Einen konkreten Anlass für die Kontrolle gibt es nicht. Regelmäßig finden in dem Gefängnis in Meusdorf mit knapp 450 Haftplätzen und 70 Betten im angeschlossenen Krankenhaus Durchsuchungen statt. Bereits 2011 gab es eine ähnliche Kontrolle. Ziel sei es, die Sicherheit zu erhöhen und die länderübergreifende Zusammenarbeit im Justizvollzug zu trainieren, teilt das sächsische Justizministerium am Nachmittag mit.

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Leipzig. Dutzende Einsatzkräfte durchsuchen am Dienstagvormittag die Leipziger Justizvollzugsanstalt (JVA) in der Leinestraße. Mit Spürhunden und Spezialtechnik inspizieren sie die Zellen der Häftlinge. Die Beamten finden dabei Stichwaffen, Drogen und unerlaubte Mobiltelefone – für sie ist die großangelegte Razzia ein Routineeinsatz.

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Angespitzte Besteckmesser

Über mehrere Stunden zieht sich die Razzia am Dienstag hin. Zunächst teilen sich die insgesamt 53 Ermittler aus drei Bundesländern in fünf Teams auf. Anschließend durchsuchen die Justizvollzugsbeamten, Diensthundeführer sowie Fortbilder für Deeskalationstraining systematisch alle Unterkunftsbereiche der JVA auf verbotene Gegenstände.

Die Ermittler werden fündig: Mobilfunkgeräte, Betäubungsmittel, angespitzte Besteckmesser sowie „sonstige verbotene Gegenstände“ seien gefunden worden, heißt es am Nachmittag. Details zu den sichergestellten Objekten werden erst nach einer Auswertung der Ergebnisse in den nächsten Tagen vorliegen.

Gefangene, denen unerlaubte Gegenstände zugeordnet werden konnten, drohe die Einleitung eines Disziplinarverfahrens, erklärt eine Sprecherin des Justizministeriums. Auch die Anordnung von Sicherungsmaßnahmen durch die Anstaltsleitung sei denkbar, heißt es.

Martens: „Nötig und sinnvoll“

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Die Fahnder inspizierten Zellen, Gemeinschaftsräume und das angeschlossene Haftkrankenhaus.

Quelle: Andreas Döring

„Die Gewährleistung der Sicherheit in den Justizvollzugsanstalten ist eine der wichtigsten Aufgaben des Justizvollzuges“, kommentiert Justizminister Jürgen Martens die Maßnahme. „Um den in Sachsen – vor allem durch die täglichen Bemühungen der Bediensteten vor Ort – erreichten hohen Sicherheitsstandard zu erhalten und weiter zu verbessern, ist die Durchführung von länder- und anstaltsübergreifenden Durchsuchungseinsätzen nötig und sinnvoll.“

Der Minister bezeichnet die die Kontrolle als „durchaus erfolgreich“ und lobt die Kooperation der Fahnder aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen „Die Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern hat im Sicherheitsbereich eine lange Tradition und ich bin sehr froh, dass sie kontinuierlich weiter vertieft wird“, so Martens.

Robert Nößler

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