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Grusel-Clowns attackieren Leipziger Radfahrerin – „Trend“ aus den USA

In der Innenstadt Grusel-Clowns attackieren Leipziger Radfahrerin – „Trend“ aus den USA

Eine 37-jährige Radfahrerin ist am vergangenen Wochenende in der Leipziger Innenstadt von zwei Männern mit Clowns-Masken erschreckt und verfolgt worden. Die junge Frau konnte noch flüchten.

Archivfoto
 

Quelle: dpa

Leipzig.  Seit Monaten mehren sich in den USA Berichte über Attacken von Unbekannten in Clownskostümen auf Passanten. Die mit gruseligen Masken getarnten Täter lauern ihren Opfern auf, greifen sie hinterrücks an und verschwinden danach unerkannt. Nun ist dieser obskure "Trend" offenbar nicht nur in Deutschland, sondern auch in Leipzig angekommen. In der Nacht zum Samstag wollten zwei Männer in Clownskostümen eine Radfahrerin am Leipziger Innenstadtring erschrecken und möglicherweise auch attackieren. Die 37-Jährige konnte sich mit einem beherzten Sprint noch retten. Der Schock sitzt aber tief.

„Ich fuhr gegen 0.45 Uhr an der früheren Bowlingbahn am Leuschner-Platz vorbei. Auf einmal sprangen dort zwei Typen mit gruseligen Clownsmasken aus dem Gebüsch. Ich habe mich fürchterlich erschrocken“, berichtet Katja von der Burg gegenüber LVZ.de. Geistesgegenwärtig stieg die Leipzigerin in die Pedale und versuchte zu fliehen. Gut 100 Meter rannten die beiden maskierten Täter noch hinter ihr her, dann ließen sie ab. „Ein Teil meines Gehirns hat sich dann zum Glück an die Berichte über die Clownsangriffe in den USA erinnert, so dass ich das irgendwie einordnen konnte. Aber trotzdem: Es kann doch nicht sein, als Frau nachts so angegriffen zu werden. Ich war sicher auch nicht die Einzige, die es so am Freitag erwischt hat.“

Bei der Polizei zuckt man allerdings noch mit den Schultern, der Fall von Katja von der Burg sei nicht bekannt. Auch andere vermeintliche Attacken mit Clownskostümen haben die Leipziger Beamten bisher nicht registriert. Sprecher Uwe Voigt mahnt allerdings: „Es wäre wichtig, in solchen Fällen auf jeden Fall eine Anzeige zu erstatten, damit wir auch tätig werden können“.

Mehrere Clown-Aktionen in anderen deutschen Städten

Bei anderen deutschen Behörden sind in den vergangen Tagen dagegen schon mehrfach Clownsattacken aktenkundig geworden. Wie die Polizei aus Wesel am Niederrhein berichtet, erschreckte dort am Wochenende ein bewaffneter Clown nachts zwei junge Männer mit gezückter Pistole und Messer. Im Gelsenkirchener Stadtteil Hassel drohte unterdessen am Montagabend ein Grusel-Clown einer Gruppe Jugendlicher mit einem Baseballschläger. Die Jugendlichen flüchteten und verletzten sich dabei. In der Bremer Neustadt überfiel unterdessen ein mit Clownsmaske getarnter Mann eine Spielothek und erbeutete dabei die Geldbörse einer Angestellten.

Bereits vor zwei Jahren wurden aus Frankreich rings um die auch nun wieder anbrechende Halloween-Zeit ähnliche Attacken mit Clownsmaske bekannt. Bei den Überfällen in den USA vermuteten die Behörden anfangs eine fehlgeleitete Marketing-Aktion für die Neuverfilmung von Steven Kings Horrorklassiker „Es“. Darin ermordet ein Grusel-Clown mehrere Kinder. Eine solche Kampagne wurde jedoch inzwischen vom verantwortlichen Filmstudio „New Line Cinema“ vehement dementiert. Als Konsequenz auf die inzwischen durch anhaltende Attacken ausufernde Clownspanik in den USA, kündigte die amerikanische Fastfood-Kette McDonalds an, ihr Maskottchen – Clown Ronald – vorübergehend aus dem Verkehr zu ziehen.

Von Matthias Puppe

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