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Gutachten soll tödliches Kran-Unglück in der Leipziger Nikolaistraße klären

Gutachten soll tödliches Kran-Unglück in der Leipziger Nikolaistraße klären

Gut eine Woche nach dem tödlichen Kranunfall in der Leipziger Nikolaistraße bleibt die Frage nach der Ursache weiter ungeklärt.

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Trümmerfeld in der Nikolaistraße: Nach dem tödlichen Kran-Unglück in Leipziger Innenstadt läuft die Suche nach der Ursache.

Quelle: dpa

Leipzig. Ein Sachverständiger sei mit einem technischen Gutachten beauftragt worden, um die Umstände des Unglücks zu klären, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, am Montag LVZ-Online. Mit schnellen Ergebnissen wird nicht gerechnet. „Es sind schwierige und komplexe Fragen zu klären“, so Schulz. Die Untersuchungen könnten daher mehrere Wochen oder sogar Monate dauern.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung gegen unbekannt. Weder ein Fremdverschulden noch ein technischer Defekt können bislang ausgeschlossen werden. „Es gibt keine konkreten Hinweise darauf, dass eine bestimmte Person ein Verschulden trifft“, so der Oberstaatsanwalt. Der verunglückte Kran, der am Sonntag vor einer Woche in der Fußgängerzone umkippte, wurde von der Polizei beschlagnahmt. Der 53-jährige Kranführer aus Leipzig war bei dem Unfall in seiner Kanzel eingeklemmt und tödlich verletzt worden.

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Leipzig. Gut eine Woche nach dem tödlichen Kranunfall in der Leipziger Nikolaistraße bleibt die Frage nach der Ursache weiter ungeklärt. Ein Sachverständiger sei mit einem technischen Gutachten beauftragt worden, um die Umstände des Unglücks zu klären, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, am Montag LVZ-Online. „Es sind schwierige und komplexe Fragen zu klären“, so Schulz.

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Wurde der Kran überlastet?

 

Zu Spekulationen, wonach der Überlastungsschutz des Krans möglicherweise ausgehebelt wurde, wollte sich der Oberstaatsanwalt nicht äußern. „Die Polizei ist noch in ihren Ermittlungen“, sagte Schulz. Der Hersteller Liebherr hält eine Überlastung für ausgeschlossen. Dies sei aufgrund einer technischen Sperre nicht möglich, hatte Sprecher Wolfgang Beringer in einem Gespräch mit der LVZ erklärt.

Geprüft wird von den Ermittlern auch, ob die Absperrung rund um die Hotel-Baustelle in der Nikolaistraße ausreichend war. Wie LVZ-Online berichtete, waren Passanten noch Minuten vor dem Unglück dort entlang gelaufen, wo der tonnenschwere Kranarm aufschlug. „Das ist für uns aber nicht der Schwerpunkt der Ermittlungen, zunächst geht es um die Ursache“, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Auch Kranunfall in Gohlis weiter ungeklärt

Die Tragödie in der Nikolaistraße war bereits der zweite tödliche Kranunfall in Leipzig innerhalb gut eines halben Jahres. Am 22. Oktober 2014 wurde ein 56-jähriger Arbeiter auf einer Baustelle an der Hans-Oster-Straße in Gohlis von einem umstürzenden Autokran erschlagen. Die Ermittlungen gegen den Kranführer seien noch nicht abgeschlossen, sagte Schulz am Montag. Der 53-Jährige hatte sein Fahrzeug nach Polizeiangaben auf unbefestigtem Grund neben einem im Rohbau befindlichen Gebäude aufgestellt. Es kippte zur Seite und traf den auf dem Rohbau stehenden Arbeiter.

Robert Nößler

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