Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Leipzig Gutachten soll tödliches Kran-Unglück in der Leipziger Nikolaistraße klären
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Gutachten soll tödliches Kran-Unglück in der Leipziger Nikolaistraße klären
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:22 04.05.2015
Trümmerfeld in der Nikolaistraße: Nach dem tödlichen Kran-Unglück in Leipziger Innenstadt läuft die Suche nach der Ursache. Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

Ein Sachverständiger sei mit einem technischen Gutachten beauftragt worden, um die Umstände des Unglücks zu klären, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, am Montag LVZ-Online. Mit schnellen Ergebnissen wird nicht gerechnet. „Es sind schwierige und komplexe Fragen zu klären“, so Schulz. Die Untersuchungen könnten daher mehrere Wochen oder sogar Monate dauern.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung gegen unbekannt. Weder ein Fremdverschulden noch ein technischer Defekt können bislang ausgeschlossen werden. „Es gibt keine konkreten Hinweise darauf, dass eine bestimmte Person ein Verschulden trifft“, so der Oberstaatsanwalt. Der verunglückte Kran, der am Sonntag vor einer Woche in der Fußgängerzone umkippte, wurde von der Polizei beschlagnahmt. Der 53-jährige Kranführer aus Leipzig war bei dem Unfall in seiner Kanzel eingeklemmt und tödlich verletzt worden.

Zur Galerie
Leipzig. Gut eine Woche nach dem tödlichen Kranunfall in der Leipziger Nikolaistraße bleibt die Frage nach der Ursache weiter ungeklärt. Ein Sachverständiger sei mit einem technischen Gutachten beauftragt worden, um die Umstände des Unglücks zu klären, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, am Montag LVZ-Online. „Es sind schwierige und komplexe Fragen zu klären“, so Schulz.

Wurde der Kran überlastet?

 

Zu Spekulationen, wonach der Überlastungsschutz des Krans möglicherweise ausgehebelt wurde, wollte sich der Oberstaatsanwalt nicht äußern. „Die Polizei ist noch in ihren Ermittlungen“, sagte Schulz. Der Hersteller Liebherr hält eine Überlastung für ausgeschlossen. Dies sei aufgrund einer technischen Sperre nicht möglich, hatte Sprecher Wolfgang Beringer in einem Gespräch mit der LVZ erklärt.

Geprüft wird von den Ermittlern auch, ob die Absperrung rund um die Hotel-Baustelle in der Nikolaistraße ausreichend war. Wie LVZ-Online berichtete, waren Passanten noch Minuten vor dem Unglück dort entlang gelaufen, wo der tonnenschwere Kranarm aufschlug. „Das ist für uns aber nicht der Schwerpunkt der Ermittlungen, zunächst geht es um die Ursache“, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Auch Kranunfall in Gohlis weiter ungeklärt

Die Tragödie in der Nikolaistraße war bereits der zweite tödliche Kranunfall in Leipzig innerhalb gut eines halben Jahres. Am 22. Oktober 2014 wurde ein 56-jähriger Arbeiter auf einer Baustelle an der Hans-Oster-Straße in Gohlis von einem umstürzenden Autokran erschlagen. Die Ermittlungen gegen den Kranführer seien noch nicht abgeschlossen, sagte Schulz am Montag. Der 53-Jährige hatte sein Fahrzeug nach Polizeiangaben auf unbefestigtem Grund neben einem im Rohbau befindlichen Gebäude aufgestellt. Es kippte zur Seite und traf den auf dem Rohbau stehenden Arbeiter.

Robert Nößler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Beim Überqueren der Eutritzscher Straße im Leipziger Zentrum-Nord ist am Freitagabend ein 32-jähriger Fußgänger von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden.

02.05.2015

Bei einem Feuer im früheren Bahnhof Connewitz sind am Freitag Teile des Dachstuhls in Flammen aufgegangen. Wie es aus der Leitstelle der Feuerwehr am Abend hieß, brach der Brand gegen 17.45 Uhr in dem leerstehenden Gebäude aus.

01.05.2015

Bei einem Unfall mit einer Straßenbahn ist ein Fußgänger am Donnerstagabend ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei war der Mann gegen 18 Uhr an der Endhaltestelle Mockauer/Volbedingstraße unter die Tram geraten.

30.04.2015
Anzeige