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Haftbefehl gegen mutmaßlichen Stalker aus Leipzig

Haftbefehl gegen mutmaßlichen Stalker aus Leipzig

Er soll nicht nur seine frühere Lebensgefährtin, sondern auch deren Eltern attackiert haben. Aus diesem Grund klagte die Staatsanwaltschaft Alexander H. aus Leipzig an.

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Startklar für die Sicherheitskontrolle: Der mutmaßliche Stalker erscheint jedoch nicht zum Prozess am Landgericht.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Am Dienstag erschien der 35-Jährige jedoch unentschuldigt nicht am Landgericht. Die fünfte Strafkammer erließ daraufhin Haftbefehl gegen den Mann.

Das Gericht traf umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen. Sowohl der Angeklagte als auch alle Besucher des Prozesses sollten am Dienstag auf Waffen und andere gefährliche Gegenstände durchsucht werden. Alexander H. tauchte jedoch nicht auf. Er hatte sich auch bei seinem Pflichtverteidiger im Vorfeld der Verhandlung nicht gemeldet.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig lastet dem Beschuldigten an, gegen das Gewaltschutzgesetz verstoßen zu haben. Trotz Verbotes vom Familiengericht sei er seiner Ex-Freundin zu nahe gekommen und an ihrer Wohnung aufgetaucht. Im Frühjahr 2012 soll H. dann dem Vater seiner einstigen Partnerin gedroht haben, seine Tochter töten zu wollen. Bei dem Zusammentreffen am 8. April habe er dem Mann die Füße weggezogen, so dass dieser zu Fall kam und sich etliche Verletzungen zuzog. Den Erkenntnissen der Anklagebehörde zufolge drohte er ebenfalls der Mutter an, ihr "alle Knochen brechen" zu wollen. Von der Frau forderte er im Mai 2012 die Herausgabe seines 2009 geborenen Sohnes. Später soll er nach ihrer Handtasche verlangt haben und, als sie diese verweigerte, gegenüber einem Unbeteiligten völlig ausgerastet sein. Der Geschädigte habe Atemnot und Schmerzen erlitten.

Weitere Vorfälle datieren von 2013: Da soll H. gegenüber einer Politesse ausgerastet sein, ihr den Fotoapparat entrissen haben. An einem anderen Tag wiederum habe er eine Autotür aufgerissen, den ihm unbekannten Beifahrer gepackt und damit gedroht, ihn fertig zu machen. Dem Vernehmen nach ist der Mann psychisch krank und womöglich schuldunfähig oder zumindest vermindert schuldfähig.

Inzwischen soll er auch seine Mutter angegriffen haben, hieß es. Das Landgericht erließ einen sogenannten Sitzungshaftbefehl. Wird H. gefasst, beginnt der Prozess am Freitag.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.09.2013

Sabine Kreuz

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