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Hammer-Attacke im Leipziger Jobcenter: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Hammer-Attacke im Leipziger Jobcenter: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Nach der Hammer-Attacke auf eine Mitarbeiterin des Leipziger Jobcenters im Frühjahr hat am Montag der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Wie die Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilte, wurde gegen den 34-Jährigen Anklage wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erhoben.

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Der 34-Jährige wurde nach der Hammer-Attacke im Jobcenter Leipzig von Polizisten festgenommen.

Quelle: TeleNewsNetwork

Leipzig. Der Langzeitarbeitslose soll am 21. Mai gegen 9.30 Uhr aus Wut und Rache über eine Leistungskürzung seine Sachbearbeiterin aufgesucht haben und ihr mit dem mitgebrachten Hammer mehrfach auf Kopf und Oberkörper geschlagen haben. Dabei wurde die 52-Jährige schwer verletzt. Ein 37-jähriger Jobcenter-Kunde konnte den Angreifer mit seinem beherzten Eingreifen stoppen und schlimmeres verhindern.

Der 34-jährige Angeklagte legte nach der Tat ein umfangreiches Geständnis ab, „welches sich im Wesentlichen mit dem Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen deckt“, so Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz am Montag. Der Mann habe eine Kürzung seiner Bezüge um 30 Prozent erhalten, weil er die Arbeit bei der Säuberung von Leipziger Grünanlagen als menschenunwürdig abgelehnt habe, so Schulz weiter. Die verordnete viermonatige Kürzung empfand der 34-Jährige als Ungerechtigkeit und habe „in Wut und Verärgerung hierüber beschlossen, seine Sachbearbeiterin am nächsten Sprechtag aufzusuchen und diese zu töten“, so die Ankläger.

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Leipzig. Für eine brutale Hammerattacke auf eine Mitarbeiterin des Leipziger Jobcenters ist ein 34-Jähriger zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Leipzig sprach ihn am Freitag wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung schuldig. Der Mann habe die 52-Jährige töten wollen und dazu einen Plan ausgearbeitet, betonte der Vorsitzende Richter Hans Jagenlauf.

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Ermittlungen der Behörde ergaben zudem, dass der 34-Jährige bereits vor der Attacke mehrfach gegenüber Jobcenter-Mitarbeitern aggressiv aufgetreten war und deshalb bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Laut Staatsanwaltschaft habe er bei der Hammerattacke heimtückisch und aus niederen Beweggründen gehandelt und den Tod seines Opfers zumindest billigend in Kauf genommen.

Um Zuge der Ermittlungen beantragten die Ankläger auch ein psychiatrisches Gutachten über den 34-Jährigen. Ergebnisse liegen bisher nicht vor, allerdings gebe es bisher auch keine Anhaltspunkte für eine erhebliche Beeinträchtigung des Mannes, so Oberstaatsanwalt Schulz weiter.

Matthias Puppe

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