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Hammer-Attacke in Leipziger Job-Center: Prozess beginnt im November

Hammer-Attacke in Leipziger Job-Center: Prozess beginnt im November

Er wollte blutige Rache nehmen und hätte beinahe ein Leben ausgelöscht: Ein halbes Jahr nach seiner Hammer-Attacke auf eine Sachbearbeiterin des Leipziger Jobcenters muss sich der Langzeitarbeitslose Jan N.

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Der 34-jährige Jan N. wird nach der Hammer-Attacke im Jobcenter Leipzig von Polizisten festgenommen.

Quelle: TeleNewsNetwork

Leipzig. (34) nun vor dem Landgericht verantworten. Wie Gerichtssprecherin Christiane Fernstedt gestern auf LVZ-Anfrage mitteilte, sei die Anklage in vollem Umfang zur Hauptverhandlung zugelassen worden, die Verhandlungstermine stehen fest. Der Prozess beginnt am 12. November.

Wie berichtet, wirft die Staatsanwaltschaft dem Leipziger versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Er soll am 21. Mai gegen 9.30 Uhr seine Sachbearbeiterin Heike K. (52) mit einem Hammer angegriffen und ihr damit mehrfach auf Kopf und Oberkörper geschlagen haben, um sie zu töten. Mutmaßliches Motiv: Wut und Rache wegen eines Sanktionsbescheides.

Rückblick: Jan N. weigerte sich, eine vom Jobcenter zugewiesene Tätigkeit bei einem kommunalen Eigenbetrieb auszuüben, das Säubern städtischer Grünanlagen war seiner Ansicht nach "menschenunwürdig". Deshalb schickte Heike K. ihrem Klienten nach vorherigen Warnungen den Bescheid über eine viermonatige Kürzung des Bezuges von Arbeitslosengeld II in Höhe von 30 Prozent. Seine Wut darüber war so massiv, dass er laut Anklageschrift den Entschluss fasste, seine Sachbearbeiterin, die ihn seit August 2012 betreute, am nächsten Sprechtag zu töten. Wäre ein 37-jähriger Jobcenter-Besucher nicht im letzten Moment eingeschritten, hätte Heike K. den Hammer-Angriff wohl nicht überlebt. Der Fall hatte dazu geführt, dass inzwischen alle Mitarbeiter der Behörde mit einem sogenannten Body-Alarm ausgestattet sind.

Der Angeklagte hatte wegen früherer Übergriffe gegen Jobcenter-Angestellte bereits Hausverbot und war nach einem Pfefferspray-Angriff auf einen Mitarbeiter des Arbeitsamtes Anfang 2010 wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Nach dem Hammer-Angriff kam er in Untersuchungshaft und legte ein umfassendes Geständnis ab.

Die 1. Strafkammer des Landgerichts hat für den Prozess gegen Jan N. zunächst drei Verhandlungstermine anberaumt. Ein Urteil könnte am 29. November fallen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.10.2013

Frank Döring

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