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Heeresbäckerei in Leipzig wurde von Brandstiftern angezündet

Großfeuer auf Kasernengelände Heeresbäckerei in Leipzig wurde von Brandstiftern angezündet

Die Schäden seien "erheblich", sagt GRK-Chef Steffen Göpel nach dem Großbrand in der alten Heeresbäckerei im Leipziger Norden. Seine Immobilienfirma will an den Sanierungsplänen dennoch festhalten. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen Brandstiftung.

Das Feuer in der alten Heeresbäckerei in der Leipziger Olbrichtstraße wurde laut Polizei von Brandstiftern gelegt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Das Feuer in der ehemaligen Heeresbäckerei in der Olbrichtstraße ist von Brandstiftern gelegt worden. Unbekannte hätten das leerstehende Kasernengebäude mit vorgefundenem Unrat angezündet, teilte Polizeisprecher Uwe Voigt am Montag auf Anfrage von LVZ.de mit. Dies ergaben die Untersuchungen der Brandursachenermittler in dem dreistöckigen Klinkerbau, in dem am Samstagabend ein Großbrand ausgebrochen war. Zu den Tätern gibt es bislang noch keine heiße Spur.

Das Feuer hinterließ nach Angaben der GRK Holding, dem Eigentümer der Immobilie, schwere Schäden. „Es sind erhebliche Baugruppen beschädigt. Wir gehen aber davon aus, dass wir die Bausubstanz mit enormem Aufwand retten können“, sagte GRK-Geschäftsführer Steffen Göpel am Montag gegenüber LVZ.de. Statiker hätten die Folgen des Brandes noch nicht genau analysieren können. Nach dem Feuer, das den Dachstuhl sowie mehrere Zwischenböden und -decken zum Einsturz brachte, darf das Gebäude bislang nicht betreten werden.

Auf dem Gelände der ehemaligen Heeresbäckerei in Leipzig-Möckern hat es am Samstag gebrannt.

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Um die Brandstifter ausfindig zu machen, sicherte Göpel der Polizei Unterstützung zu. Der Wachschutz habe in der Vergangenheit schon mehrfach unbefugte Personen „vom Gelände gejagt“, so der GRK-Chef. Auch mehrere Brände seien bereits auf dem Areal gelegt worden. Mit einem konkreten Verdacht zu den mutmaßlichen Tätern hält er sich allerdings zurück. Drohungen habe es im Vorfeld jedenfalls nicht gegeben, versicherte Göpel.

Das Leipziger Immobilienunternehmen will die ehemalige Heeresbäckerei, die aus mehreren Häusern besteht, für rund 60 Millionen Euro sanieren. In den alten Militärgebäuden im Leipziger Norden sollen mehrere Hundert Wohnungen entstehen. Der Bebauungsplan hierfür sei derzeit noch in Arbeit, sagte Göpel, der durch den Brand von erheblichen Mehrkosten und auch möglichen Verzögerungen ausgeht. Geplanter Starttermin für die Sanierung sei frühestens Ende dieses Jahres gewesen, so Göpel.

Das ehemalige Kasernengelände unweit der Max-Liebermann-Straße an der Grenze zwischen Gohlis-Nord und Möckern soll sich nach Plänen mehrerer Investoren in den nächsten Jahren in einen neuen Stadtteil verwandeln. In den mehr als 100 Jahre alten Militäranlagen sind insgesamt rund 1200 Wohnungen geplant. Die meisten Gebäude stehen seit den 1990er-Jahren leer.

Robert Nößler

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