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Hoher Schaden nach Einbruch in der Sachsentherme in Leipzig

Täter kam am Heiligabend Hoher Schaden nach Einbruch in der Sachsentherme in Leipzig

Der Täter kam am Heiligabend und hinterließ im Eingangsbereich ein Bild der Zerstörung: In die Sachsentherme in Leipzig-Paunsdorf ist über Weihnachten eingebrochen worden. Der Schaden geht in die Zehntausende Euro.

Die Sachsentherme in Leipzig-Paunsdorf (Archivfoto).

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig, . Er hebelte die Eingangstüren auf, knackte die Kassenautomaten und machte selbst vor Spielzeugautomaten und einer Spendenbox nicht Halt. Ein unbekannter Täter ist am Heiligabend in die Sachsentherme in Leipzig-Paunsdorf eingebrochen und hat einen Schaden von mehreren Zehntausend Euro verursacht. Laut Polizei verschaffte sich der vermummte Mann am Samstagabend zwischen 22 Uhr und 23.40 Uhr gewaltsam Zutritt zum Vorraum des Freizeitbades in der Schongauerstraße. Die Ermittler rechnen sich gute Chancen aus, den Einbrecher zu schnappen: Von der Tat liegen mehrere Videoaufnahmen von Überwachungskameras vor.

Der Kriminelle hatte es auf insgesamt neun Automaten abgesehen, darunter zwei Barzahlungsgeräte sowie unter anderem Getränke-, Zigaretten- und Snackautomaten. „Es wurde Geld gestohlen, die Menge ist aber noch unklar“, so Polizeisprecherin Katharina Geyer. Auf den Videos sei zu erkennen, dass der Mann einen Hammer dabei hatte und eine dunkle Sporttasche trug. Er hatte zudem eine helle Kapuze über das Gesicht gezogen und dunkle Schuhe an. Zunächst war auch von einem Komplizen die Rede. „Wir gehen aber eher von einem Einzeltäter aus“, sagte Jens Beikirch, Geschäftsführer der Sachsentherme, nach Auswertung der Videos am Mittwoch gegenüber LVZ.de.

Mitarbeitern bot sich Bild der Verwüstung

Den Mitarbeitern habe sich am ersten Weihnachtsfeiertag im Foyer ein Bild der Verwüstung geboten. Automaten waren teilweise aus der Verankerung gerissen und umgeworfen. „Der Täter versuchte alles aufzubrechen, wo Geld sein könnte“, schildert der Schwimmbadchef. Auch eine Spendenbox für ein Hospiz ließ der Einbrecher mitgehen. Pech für ihn: Die Geldkassetten der meisten Automaten waren vor Heiligabend geleert worden. Der Sachschaden wiegt jedoch schwer. Die Polizei schätzte allein die Zerstörung an den beiden Kassengeräten und den Eingangstüren auf mindestens 70.000 Euro. Da die anderen Automaten für Knabbereien, Getränke, Tabak und Spielzeug von Fremdfirmen betrieben werden, konnte dieser Schaden noch nicht beziffert werden.

Die Sachsentherme, die jährlich rund 550.000 Gäste zählt, hatte am Heiligabend geschlossen und öffnete am ersten Weihnachtsfeiertag ab 15 Uhr wieder. Trotz des Einbruchs sei das Bad weiterhin regulär geöffnet, betonte Beikirch. Das Nachzahlen am Ausgang erfolge nun vorerst an der Kasse. Besonders dreist: Neben dem Schwimmbad befindet sich eine Dienststelle der Leipziger Polizei. „Aber das schreckt offenbar keinen mehr ab“, resümiert der Geschäftsführer.

Polizei hält Videoaufnahmen noch zurück

Die Kripo ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls, hält die Videoaufnahmen öffentlich bislang aber noch zurück. Zunächst werde intern nach dem Verdächtigen gefahndet. „Es kann sein, dass Beamte jemanden auf den Bildern wiedererkennen“, erklärte Polizeisprecherin Geyer. Erst wenn dies nicht zum Erfolg führe, werde eine Veröffentlichung der Bilder in Betracht gezogen. Im Raum Leipzig war über die Feiertage auch in Häuser, Firmen sowie Geschäfte eingebrochen worden. Für einen Zusammenhang gebe es bislang aber keine Hinweise, hieß es.

 

Von Robert Nößler

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