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Holzhausen-Zündler soll mindestens elf Brände gelegt haben

Feuerwehrmann in Haft Holzhausen-Zündler soll mindestens elf Brände gelegt haben

Zwei Brandstiftungen hat er bereits gestanden, doch die Spuren deuten darauf hin, dass der 18-jährige Zündler von Holzhausen diverse weitere Feuer gelegt hat. Seine Schuhabdrücke an den Tatorten könnten den in Untersuchungshaft sitzenden Feuerwehrmann überführen.

Mindestens elf Brände soll der 18-Jährige gelegt haben, der Mittwochnacht am Walter-Markov-Ring in Holzhausen festgenmommen wurde. Seine Fußabdrücke an den Tatorten könnten ihn überführen.

Quelle: Holger Baumgärtner

Leipzig. Leipzig. In den Reihen der Kameraden ist der Aufruhr groß. Ausgerechnet ein junger Feuerwehrmann soll für die Brandserie verantwortlich sein, die den Ortsteil im Leipziger Südosten über Monate in Angst versetzt hat. Der 18-jährige Marco S. war Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Holzhausen, bestätigte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf am Donnerstag auf Anfrage von LVZ.de.

In den sozialen Netzwerken kochen die Emotionen hoch. „Sofern er der Täter ist – ein Feuerwehrmann war er nicht, ist er nicht und wird er auch nie wieder sein“, schreiben die Betreiber der Facebook-Seite „Feuerwehr Leipzig“. Ein anderer User meint: „Hoffe, dass das Ansehen der Feuerwehr, ganz gleich ob BF (Berufsfeuerwehr, Anm. d. Red.) oder FF (Freiwillige Feuerwehr) nicht gar so sehr Schaden nimmt bzw. genommen hat.“ An anderer Stelle wird bereits über die Motivation des Zündlers gerätselt: „Wie so üblich, der bekannte Kick macht es ja auch aus“, mutmaßt eine Nutzerin.

Im Leipzig-Holzhausen ist in der Nacht zum Mittwoch erneut eine Laube in Flammen aufgegangen. Ein 18-jähriger Tatverdächtiger wurde auf frischer Tat geschnappt.

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Schuhabdrücke werden verglichen

Was den jungen Holzhausener zu seinen Taten bewogen hat, dazu hält sich die Polizei bislang noch bedeckt. Zunächst müsse nachgewiesen werden, dass er mehr als die beiden von ihm gestandenen Brände – Mittwochnacht am Walter-Markov-Ring, sowie eine Woche zuvor an der Stötteritzer Landstraße – gelegt hat, heißt es. „In neun weiteren Fällen besteht ein Anfangsverdacht“, erklärte Polizeisprecherin Braunsdorf am Donnerstag. Die dem Mann zur Last gelegten Brände erstrecken sich von Ende Februar bis Ende März 2015. Immer wieder hatten in diesem Zeitraum Lauben und Strohballen gebrannt. In einer Woche musste die Feuerwehr an fünf Nächten hintereinander zu Bränden im Ortsteil ausrücken.

Überführen könnten den mutmaßlichen Serienbrandstifter nun möglicherweise die Schuhabdrücke, die er an den Tatorten hinterlassen hat. Bei der Spurensicherung in der Nacht zum Mittwoch waren auch Schuhe des 18-Jährigen beschlagnahmt worden. Derzeit seien die Ermittler dabei, „an Tatorten gesicherte Spuren, das wären zum Beispiel Abdrucksspuren, mit Vergleichsmaterial wie Schuhen abzugleichen“, erklärte Polizeisprecher Andreas Loepki am Mittwoch.

In einem der Fälle seien die Bewiese bereits so erdrückend, dass sie auch zu dem am Mittwoch erlassenen Haftbefehl beigetragen hätten, sagte Braunsdorf. Zu Details und die ihm konkret zur Last gelegten Taten machte sie keine Angaben. Offenbar besteht bei dem Mann jedoch akute Wiederholungsgefahr: Der Haftbefehl wurde vom Ermittlungsrichter am Mittwoch umgehend in Vollzug gesetzt.

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