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Hunderte Polizisten kontrollieren Einreiseverbot für Rocker in Leipzig

Nach tödlicher Schießerei Hunderte Polizisten kontrollieren Einreiseverbot für Rocker in Leipzig

Mehrere Hundertschaften der Polizei kontrollieren seit Freitag das von der Polizei verhängte Einreiseverbot für auswärtige Rocker in Leipzig. Bisher sei die Lage ruhig, so die Polizei am Samstag.

Polizisten stehen am Freitag vor dem Hauptqurtier der Hells Angels in der Dessauer Straße in Leipzig. An zahlreichen Orten fanden Kontrollen statt.
 

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig.  Knapp eine Woche nach den tödlichen Schüssen im Leipziger Rockermilieu rüstet sich die Polizei, um das von der Stadt verhängte Einreiseverbot für auswärtige Rocker durchzusetzen. Mehrere Hundertschaften sind im Einsatz. Sie sollen an den Zugangsstraßen nach Leipzig dafür sorgen, dass das Verbot eingehalten werde, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Genaue Zahlen wollte er nicht nennen.

Zu Zwischenfällen kam es bisher nicht, es wurden keine Rocker aufgegriffen, wie ein Polizeisprecher am Samstag in Leipzig sagte. Die Beamten wollen ihre hohe Präsenz am Wochenende aufrecht erhalten.

Die Stadt hatte am Donnerstag mitgeteilt, auswärtige Anwärter und Mitglieder der Hells Angels, Red Devils und United Tribus dürften sich von Freitag, 22 Uhr, bis zum 4. Juli, 6 Uhr, nicht in Leipzig aufhalten. Es werden Racheakte nach der tödlichen Auseinandersetzung auf der Eisenbahnstraße befürchtet. Wie Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Freitag sagte, soll ein Signal in die Szene gesendet werden, dass in Leipzig keine rechtsfreien Räume geduldet würden. „Das Signal heißt auch: Schwerstkriminalität wird bei uns nicht geduldet.“

Unterdessen mehren sich die Anzeichen, dass sich der Leipziger Ableger der Hells Angels selbst aufgelöst hat. Am Clubhaus wurden das Clubemblem und der Namenszug abmontiert, die Internet- und Facebook-Seiten des Charters wurden gelöscht. Die Rocker könnten auf diesem Weg versuchen, einem Verbot zuvorzukommen.

Zwei 30 und 33 Jahre alte Mitglieder der Hells Angels sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird gemeinschaftlicher Mord und gemeinschaftlicher versuchter Mord vorgeworfen. Sie sollen am Samstag vergangener Woche auf drei Mitglieder der United Tribuns geschossen haben. Dabei wurde ein 27-Jähriger getötet, zwei 31 und 34 Jahre alte Männer schwer verletzt.

Von LVZ

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