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Immer neue Übergriffe: Haftbefehl gegen 17-jährigen Leipziger – Gefängnisstrafe folgt

Immer neue Übergriffe: Haftbefehl gegen 17-jährigen Leipziger – Gefängnisstrafe folgt

Die Vorwürfe sind vielfältig: gefährliche Körperverletzung mit und ohne Pfefferspray, Diebstahl eines Mopeds aus einer Garage und Fahren ohne Führerschein. Staatsanwaltschaft und Polizei reichte es nun.

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Gefängnisgang in Meusdorf (Archivbild).

Quelle: André Kempner

Leipzig. Sie beantragten gegen den 17 Jahre alten Marcel K. einen Haftbefehl und brachten den Jugendlichen am 31. Mai hinter Gitter. „Es bestand Wiederholungsgefahr“, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Anklagebehörde. Die Beamten sahen auch deshalb keinen anderen Ausweg, weil K. kein unbeschriebenes Blatt ist.

Bereits im Dezember 2011 stand der Heranwachsende vor Gericht. Damals musste er sich wegen Raubes und Diebstahls verantworten. Die Strafe damals: ein Jahr Jugendhaft. Von seiner kriminellen Karriere ließ Marcel K. auch nach dem Richterspruch nicht ab.

Im Februar dieses Jahres stand er erneut vor dem Kadi. Dieses Mal wurde ihm ein Wohnungseinbruch vorgeworfen. Das Amtsgericht sah die Tat als erwiesen an und verurteilte den nunmehr 17-Jährigen, unter Einbeziehung der ersten Strafe, zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis. Sein Verteidiger legte Berufung ein und K. blieb weiter auf freiem Fuß. Danach soll er weitere Straftaten begangen haben. Zudem sei er Arbeitsauflagen nicht nachgekommen, heißt es von den Ermittlern.

Der Jugendliche hat sich nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft gern im Leipziger Stadtteil Grünau am Allee-Center aufgehalten. Dort waren Heranwachsende im vergangenen Jahr immer wieder durch Pöbeleien und Ladendiebstähle aufgefallen. Die sogenannte Leipziger Kinderbande um die Zwillinge Paul und Phillip S., die wochenlang Geschäftsleute in der Innenstadt terrorisierten, hatte dort ihren Ausgangspunkt.

„Marcel K. ist aber keiner konkreten Gruppe zuzuordnen“, sagte Schulz. Der Kinderbande habe er nicht angehört. In der nächsten Zeit wird er in Grünau nicht mehr auftauchen. Sein Anwalt zog am Mittwoch die Berufung am Landgericht zurück, bestätigte Gerichtssprecher Hans Jagenlauf. Das Februar-Urteil von zweieinhalb Jahren Haft wird nun rechtskräftig.

Matthias Roth

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