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In Belgien verhaftet, in Leipzig vor Gericht: Drogenkurier gesteht Schmuggel

In Belgien verhaftet, in Leipzig vor Gericht: Drogenkurier gesteht Schmuggel

Er war mit internationalem Haftbefehl gesucht und im Januar 2014 schließlich in Belgien gefasst worden: Gestern begann am Landgericht Leipzig der Prozess gegen Bruno K.

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Justizbeamte bringen den Angeklagten Bruno K. (Mitte) aus einem Haftraum des Landgerichtes in den Verhandlungssaal 230.

Quelle: Sabine Kreuz

(33), der seit seiner Auslieferung nach Deutschland am 25. Februar in Untersuchungshaft sitzt. Bereits 2010 und 2011 soll der Mann als Kurier einer Bande 13 Kilo Marihuana und fünf Kilo Haschisch in Brüssel entgegengenommen, über die belgisch-deutsche Grenze geschmuggelt und schließlich in Leipzig einem Komplizen - Frank K. (37) - übergeben haben. Drei Touren und damit drei Fälle der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln sowie der Beihilfe zum Handeltreiben legte ihm gestern Staatsanwalt Andreas Heckler zur Last. Seinen Angaben zufolge stammten die Drogen ursprünglich aus den Niederlanden. Dort kostete auf dem Schwarzmarkt ein Kilo Haschisch 2800 Euro. In Leipzig wurde es allerdings für 3300 Euro weiterveräußert.

Nach einer längeren Beratung mit seinem Mandanten, der aus dem Kongo stammt, erklärte gestern schließlich Verteidiger Ulrich Gleißner, dass die Anklage zutreffend sei. Zuvor hatte die 5. Strafkammer signalisiert, dass sie im Falle eines Geständnisses bei der Prozessfortsetzung eine Strafe verkünden werde, die zwischen dreieinhalb und zwei Jahren, neun Monaten liegt. "Dabei berücksichtigen wir, dass der Kurierlohn eher gering war, der Angeklagte nicht vorbestraft ist und die Taten einige Jahre zurückliegen", sagte der Vorsitzende Richter Berthold Pfuhl. Straferschwerend sei allerdings, dass es sich bei den transportierten Betäubungsmitteln um eine erhebliche Menge gehandelt habe.

Dealer Frank K., der damals in Leipzig die Drogen übernahm, ist bereits im Juli vorigen Jahres zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Leipziger Landgericht sprach den 37-Jährigen aus Ghana in 14 Fällen schuldig. Weitere Mitglieder des Drogenrings flogen schon 2011 auf. Hintergrund: Die Staatsanwaltschaft Nürnberg hatte eine Telefonüberwachung von Verdächtigen angeordnet. So konnte am 21. April jenes Jahres auch eine Drogenkurierin mit elf Kilogramm Marihuana im Hauptbahnhof von Hannover erwischt werden. Der Stoff war für Leipzig bestimmt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.05.2014

Sabine Kreuz

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