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Linksunten.Indymedia als Plattform für Bekennertexte zu Anschlägen in Leipzig

Rückblick Linksunten.Indymedia als Plattform für Bekennertexte zu Anschlägen in Leipzig

Das Bundesinnenministerium hat das linke Szeneportal „linksunten.indymedia.org“ verboten. In der Vergangenheit nutzten Unbekannte die Plattform immer wieder, um sich zu Anschlägen zu bekennen – auch in Leipzig.

Unbekannte nutzten die Plattform immer wieder für Bekennerschreiben. Nun hat das Bundesinnenministerium das linke Szeneportal verboten.
 

Quelle: dpa

Leipzig. Das Bundesinnenministerium hat das linke Szeneportal „linksunten.indymedia.org“ verboten. In der Vergangenheit nutzten Unbekannte die Plattform immer wieder, um sich zu Anschlägen in Leipzig zu bekennen. Einige Beispiele:

Juli/August 2017: Bei einem Anschlag auf das Polizeirevier Südwest wurden mehrere Scheiben sowie das Schild über dem Eingang beschädigt und Teile der Gegensprechanlage aus der Wand gerissen. Später tauchte ein Bekennerschreiben auf Indymedia auf. „Wir setzen mit dieser Aktion ein Zeichen gegen Staat, Bullen und Repression“, hieß es darin. Zudem solidarisierten sich die Autoren mit G20-Aktivisten und Besetzern des „Black Triangle“ an der Arno-Nitzsche-Straße. Der Anschlag auf die Dienststelle sei laut Aussage der mutmaßlichen Täter nur ein Vorgeschmack gewesen, „was im Falle einer Räumung zu erwarten ist“.

Dezember 2016: Innerhalb einer Nacht gingen im Innenhof des Leutzscher Rathauses drei Fahrzeuge des Ordnungsamtes in Flammen auf und Steinewerfer attackierten das Technische Rathaus. Der Angriff galt laut Bekennertext der dort ansässigen Ausländerbehörde. Die Attacke drücke „unsere Überzeugung aus, dass menschenunwürdige Strukturen zerstört werden müssen“.

Juli 2016: „Die CG-Gruppe ist an vielen Orten, wir sind überall“, hieß es in einem Bekennerschreiben, nachdem Unbekannte mit dem LKG-Carré ein Projekt des Immobilienkonzerns mit Farbbeuteln attackierten. Die anonymen Verfasser stellten sich gegen einen Neubau des Unternehmens in der Rigaer Straße (Berlin-Friedrichshain). „Wahrscheinlich ist es unter herausfordernden Umständen möglich, die Baustelle in der Rigaer Straße zu bewachen. Es wird allerdings teuer, das auch für alle anderen Projekte der CG-Gruppe und ihrer Töchter zu organisieren“, so die Autoren.

November 2015: Mit Hämmern zertrümmerten die Täter den gläsernen Eingangsbereich der Landesdirektion in der Braustraße. Dazu hieß es auf Indymedia: „Dieser Angriff steht für einen Angriff auf alle Landesdirektionen, alle Politiker_innen, die uns erklären wollen, dass es zu viele Geflüchtete in Deutschland gebe, dass es nötig sei, sie in Turnhallen und Baumärkten unterzubringen und die Bundeswehr einzusetzen.“

August 2015: Scheiben klirrten, Buttersäure flog, und eine teerartige Flüssigkeit wurde verkippt. Der Angriff galt einer von Frauke Petry gegründeten Firma in Plagwitz. „Mit der Aktion wollen wir auf die sich drastisch zuspitzende rassistische Stimmung in Deutschland aufmerksam machen. Die AfD muss als Verlängerung der Rassisten von Pegida, Legida und Co. und der fast täglich agierenden Brandstifter gesehen werden“, stand im zugehörigen Bekennerschreiben.

Juni 2014: „Wir haben in der Nacht vom 26. zum 27. Juni die Hauptgeschäftsstelle der Grünen in der Hohen Straße in Leipzig angegriffen und entglast“, ging aus einem Bekennertext auf dem linken Szeneportal hervor. Die Aktion fungierte als Kritik am Vorgehen der Polizei und grünen Regierung im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg im Umgang mit Geflüchteten.

Von André Pitz

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