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Irritationen nach Bombenalarm bei Amazon in Leipzig: Mitarbeiter erheben Vorwürfe

Irritationen nach Bombenalarm bei Amazon in Leipzig: Mitarbeiter erheben Vorwürfe

Große Aufregung nach dem Bombenalarm bei Amazon: Mitarbeiter berichteten anonym gegenüber der LVZ, sie hätten trotz des Alarms weiterarbeiten müssen. Wie berichtet, war am 11. September gegen 12 Uhr ein herrenloser Stoffkoffer auf dem Gelände des Versandzentrums entdeckt worden - unmittelbar an der Zugangstreppe zu den Fahrradständern.

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Amazon in Leipzig.

Quelle: Andreas Döring

richtet, war am 11. September gegen 12 Uhr ein herrenloser Stoffkoffer auf dem Gelände des Versandzentrums entdeckt worden - unmittelbar an der Zugangstreppe zu den Fahrradständern. "Die Werkssicherheit von Amazon hat den Koffer gefunden und es gab auch Hinweise auf ein Fahrzeug", berichtete Polizeioberrat Thomas Kretzschmar, Leiter des zuständigen Polizeireviers Südost. "Von diesem Zeitpunkt an war man davon ausgegangen, dass an der Sache etwas dran sein könnte." Deshalb habe Amazon gemeinsam mit dem Außendienstleiter der Polizei die Evakuierung und Absperrung eingeleitet.

Allerdings: Erfahrene Beamte schätzten aufgrund der Größe des Koffers, in den nach Ansicht der Experten allenfalls vier bis fünf Kilogramm TNT-Sprengstoff passen, dass der Detonations-Radius bei maximal hundert Metern liegen würde - wenn überhaupt. "Koffergröße und Evakuierungszone - das passte schon", so Kretzschmar. Die Evakuierung im 100-Meter-Radius "war angemessen". Es seien nur Teile des 75 000 Quadratmeter großen Gebäudekomplexes betroffen gewesen, so dass in einigen Bereichen die Arbeit durchaus hätte fortgesetzt werden können. Um 12.42 Uhr habe die Werkssicherheit den Haupteingang geschlossen und danach Leute über den Seiteneingang herein geführt. "Die Werkssicherheit hat gut und schnell reagiert", befand Revierchef Kretzschmar.

Er räumte aber ein, dass auch ein ganz anderes Szenario denkbar gewesen wäre. "Hätte zuerst der Sprengstoffhund an dem Koffer angeschlagen, dann hätten wir den Radius zur Evakuierung deutlich vergrößert", so Kretzschmar. "Auch die Straße wäre dann gesperrt worden." Da aber die Spezialisten für unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtungen den Koffer zuvor bereits mit Röntgengerät untersucht und im Grunde Entwarnung gegeben hatten, sei dies nicht nötig gewesen.

Der Besitzer des Gepäckstückes, das einen weiteren Koffer und sonst nichts enthielt, sei noch nicht ermittelt. Thomas Kretzschmar: "Es war entweder ein Dummer-Jungen-Streich oder jemand hat den Koffer vergessen und fürchtet jetzt, die Kosten für den Polizeieinsatz zahlen zu müssen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.09.2013

Frank Döring

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