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„Joker"-Fall: Landgericht Leipzig verurteilt Messerstecher zu neun Jahren Haft

Versuchter Mord „Joker"-Fall: Landgericht Leipzig verurteilt Messerstecher zu neun Jahren Haft

Maskiert als Filmbösewicht „Joker“ ist er mit einem Messer über zwei Teenager hergefallen – am Freitag wurde Norman E. (25) am Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt. Die 1. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Hans Jagenlauf wertete die Tat vom 24. September 2015 im Leipziger Stadtteil Gohlis als versuchten Mord in zwei Fällen und gefährliche Körperverletzung.

Norman E., hier am 17. Mai 2016 mit seinem Anwalt Stephan Bonell, wurde wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Maskiert als Filmbösewicht „Joker“ ist er mit einem Messer über zwei Teenager hergefallen – am Freitag wurde Norman E. (25) am Landgericht Leipzig zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt. Die 1. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Hans Jagenlauf wertete die Tat vom 24. September 2015 im Leipziger Stadtteil Gohlis als versuchten Mord in zwei Fällen und gefährliche Körperverletzung. Aufgrund der erheblichen Alkoholsucht des Angeklagten – er hatte zur Tatzeit 3,6 Promille intus – ordnete das Gericht außerdem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.

Seine späteren Opfer Tracy R. (15) und Philipp B. (19) traf der Angeklagte am Hauptbahnhof. Er lud die beiden Obdachlosen ein, bei ihm zu übernachten. Nachdem sie dort Alkohol getrunken und Musik gehört hatten, verschwand der Gastgeber plötzlich im Bad. Dort schminkte er sich mit Quark und Ketchup das Gesicht, um mit dieser Maske kurz darauf wortlos auf die arglosen Jugendlichen einzustechen. Beide wurden lebensbedrohlich verletzt.  

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren gefordert, Verteidiger Stephan Bonell verneinte einen Tötungsvorsatz forderte fünf Jahre Haft wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen. Für eine Unterbringung in der Psychiatrie, wie von der Anklage gefordert, sah die Kammer keinen ausreichenden Grund. Norman E. leide zwar an einer Persönlichkeitsstörung, diese sei jedoch nicht so schwerwiegend. 

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