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Kabeldiebe legen Bahnverkehr im Leipziger Westen stundenlang lahm – zwei Männer gefasst

Kabeldiebe legen Bahnverkehr im Leipziger Westen stundenlang lahm – zwei Männer gefasst

Leipzig. Zwei Kabeldiebe haben am Dienstagmorgen den Bahnverkehr in Leipzig stellenweise lahmgelegt. Sechs Stunden lang konnten zwischen Leutzsch und Plagwitz keine Züge fahren.

Auf der Strecke zwischen Gera und der Messestadt kam es deswegen zu Verspätungen, Reisende mussten in Busse umsteigen. Die Bundespolizei fasste noch in Tatortnähe am Plagwitzer Bahnhof zwei 29 und 33 Jahre alte Leipziger, die nun in Untersuchungshaft sitzen. Sie seien einschlägig vorbestraft, berichtete Bundespolizeisprecher Jens Damrau. In der Wohnung des 29-Jährigen fanden die Ermittler zudem sieben Hanfpflanzen.

Die Männer hatten nach Polizeiangaben rund 200 Meter Kabel abmontiert - unter anderem Erdungs- und Signalkabel. Die Signaltechnik am Gleis funktionierte nicht mehr. Wie eine Bahnsprecherin mitteilte, war ein zweites Gleis aber verschont geblieben, so dass dort seit dem späten Vormittag der Verkehr wieder rollen konnte - allerdings auch mit Verspätungen. Es sollte Stunden dauern, den Schaden wieder zu beheben. Mindestens bis zum späten Dienstagabend könne es deshalb zu Behinderungen kommen, möglicherweise noch bis zum Mittwoch. Damrau sagte, der Schaden liege im fünfstelligen Euro-Bereich. Genauer sei das noch nicht zu beziffern.

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Leipzig. Zwei Kabeldiebe haben am Dienstagmorgen den Bahnverkehr in Leipzig stellenweise lahmgelegt. Sechs Stunden lang konnten zwischen Leutzsch und Plagwitz keine Züge fahren. Auf der Strecke zwischen Gera und der Messestadt kam es deswegen zu Verspätungen, Reisende mussten in Busse umsteigen. Die Polizei fasste noch in Tatortnähe zwei 29 und 33 Jahre alte Männer aus Leipzig.

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Durch einen Alarm der Deutschen Bahn war die Bundespolizei gegen 4.45 Uhr über den Vorfall informiert worden. Die eintreffenden Beamten ertappten die beiden Täter auf frischer Tat. „Sie versuchten zu flüchten, konnten jedoch im Bereich Lindenau gestellt werden“, berichtete Damrau. Beim Abmontieren der in Bodennähe angebrachten Kabel hätten sie Bolzen- und Seitenschneider verwendet, so der Polizeisprecher weiter.

Der betroffene Gleisabschnitt musste bis 10.20 Uhr vollständig gesperrt werden, da die Signaltechnik gestört war. Betroffen waren der Regionalexpress 12 und die Regionalbahn 51 Richtung Gera. Zwei Nahverkehrszüge fielen vollständig aus. Zwölf weitere konnten auf dem Abschnitt zwischen Leutzsch und Plagwitz nicht fahren. Die Züge von und nach Gera mussten laut Bahn in Leipzig-Plagwitz wenden. Zwischen Leutzsch und Plagwitz fuhren Busse als Schienenersatzverkehr.

Die Bahn leidet seit längerem nach eigenen Angaben wegen der hohen Buntmetallpreise ganz erheblich unter Kabelklau und Metalldiebstählen. Bundesweit sei die Zahl der Fälle von 2009 auf 2010 um 40 Prozent angestiegen. Schwerpunkt sei Ostdeutschland. In Sachsen wurden 2010 demnach 257 Fälle (Vorjahr: 169) registriert.

Auf der Strecke der Harzer Schmalspurbahn haben Unbekannte in der Nacht zum Dienstag einen Felsbrocken auf die Schienen gerollt. Der Fahrer der ersten Straßenbahn habe den etwa 80 Zentimeter großen Stein an einem Fußgängerübergang in Nordhausen gerade noch rechtzeitig gesehen, teilte die Polizei mit. Er konnte seinen Zug abbremsen und räumte den Felsen selbst von den Gleisen. Verletzt wurde bei dem plötzlichen Stopp niemand. Die Polizei Nordhausen ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

dpa/nöß

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