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Keine Untersuchungshaft: Leipziger Cannabiszüchter auf freien Fuß gesetzt

Keine Untersuchungshaft: Leipziger Cannabiszüchter auf freien Fuß gesetzt

Der Cannabiszüchter aus Dölitz, den die Leipziger Polizei am Freitag festgenommen hatte, wurde am Samstagnachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt. Wie Polizeisprecherin Maria Braunsdorf auf Anfrage von LVZ-Online mitteilte, habe der zuständige Ermittlungsrichter den Haftbefehl außer Vollzug gesetzt.

Leipzig. "Der Mann ist polizeilich bisher nicht in Erscheinung getreten", sagte Braunsdorf zur Begründung.

In der Wohnung des Mannes hatten die Beamten etwa 246 Cannabis-Pflanzen und Geräte zum Anbau gefunden. Während einer ersten Vernehmung war der 33-Jährige geständig und gab an, schon längere Zeit seine Wohnräume für den Gartenbau zu nutzen. Zunächst hatte die Polizei angegeben, dass sich der Fundort in Connewitz befindet.

Trotz des Umstandes, dass ihm die Untersuchungshaft erspart bleibt, bleibt die Lage für den Tatverdächtigen ernst. Vorgeworfen wird ihm der Anbau, Handel und Besitz von Betäubungsmitteln. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu fünf Jahren Haft.

Aufgeflogen ist er durch die Anzeige eines Anwohners. Der 23-Jährige, der laut Polizei in unmittelbarer Nähe lebt, hatte gegen 19 Uhr durch sein geöffnetes Fenster Cannabisgeruch bemerkt. Er informierte die Polizei. Die Ermittler trafen den Mieter in seiner Zweiraumwohnung zunächst nicht an. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft, so Polizeisprecherin Uta Barthel, ließen die Polizisten die Unterkunft in der vierten Etage durch einen Schlüsseldienst öffnen.

Die Ermittler fanden dort in Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer die Pflanzen, von denen 100 blühten. „Sie waren in Blumenkästen angeordnet, standen in Regalen oder Ablagen“, so Barthel. Während die Polizei noch die Wohnung untersuchte, kam der Mieter nach Hause und lief den Beamten direkt in die Arme.

Der Züchter hat nach Angaben Bartels keine einschlägige kriminelle Vergangenheit. „Er ist nicht vorbestraft“, so die Polizeisprecherin.

Der bisher größte Schlag gegen die Drogenkriminalität in Leipzig in diesem Jahr war der Polizei Mitte August gelungen. Damals nahmen die Ordnungshüter einen 27 Jahre alten Mann vor seinem Haus fest. In seinem am Straßenrand geparkten Auto fanden die Beamten rund elf Kilo Marihuana. In der Wohnung des mutmaßlichen Dealers entdeckten die Ermittler außerdem 5800 Ecstasy-Tabletten. Der damals festgenommene Täter wohnte im Nachbarstadtteil Connewitz. „Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht zwischen beiden Männern aber kein Zusammenhang“, erklärte Barthel.

Matthias Roth

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