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Kleingärtner in Leipzig-Möckern gestorben - Staatsanwaltschaft ermittelt

War es Notwehr? Kleingärtner in Leipzig-Möckern gestorben - Staatsanwaltschaft ermittelt

In einer Leipziger Kleingartenanlage ist ein Mann zu Tode gekommen. Ob er Opfer eines Unfalls geworden ist, wird derzeit ermittelt. Die Behörde hält sich in dem mysteriösen Fall bedeckt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem Todesfall in einer Leipziger Kleingartenanlage. (Symbolbild)

Quelle: LVZ

Leipzig. Tragischer Todesfall in der Kleingartenanlage Neuer Weg am Heuweg in Möckern: Wie die LVZ erfuhr, kam ein 47 Jahre alter Kleingärtner ums Leben, nachdem er zwei Männer irrtümlich für Einbrecher gehalten hatte. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt deshalb wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 6. Juli, wurde aber von den Behörden bislang nicht publik gemacht. Auf Nachfrage bestätigte Staatsanwältin Jana Friedrich am Mittwoch Ermittlungen gegen zwei Tatverdächtige (44, 47). „Angaben zu den Einzelheiten des mutmaßlichen Geschehensablaufs und der Hintergründe des Vorfalls können wegen der noch laufenden Ermittlungen derzeit aber nicht gemacht werden“, teilte sie mit.

Die beiden Männer sollen an jenem Tag in den Abendstunden in der Kleingartenanlage unterwegs gewesen sein. Wie aus Behördenkreisen zu erfahren war, hielt das spätere Opfer sie offenbar für Einbrecher und ging mit einer Zaunlatte auf sie los. Von diesem Angriff erschrocken, sollen die Männer den Kleingärtner zu Boden gebracht und sich auf seinen Rücken gesetzt haben, um ihn zu fixieren.

Als er plötzlich heftig zu röcheln anfing, wählten sie nach Angaben aus Ermittlerkreisen sofort den Notruf. Als kurz darauf Rettungskräfte in der Kleingartenanlage eintrafen, war der Laubenbesitzer schon nicht mehr ansprechbar. Er wurde auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht, wo er schließlich verstarb. Womöglich auch eine Folge seines labilen Gesundheitszustandes: Der Mann soll alkoholabhängig gewesen sein

„Derzeit kann noch nicht abgeschätzt werden, ob nach Abschluss aller Ermittlungen der für die Erhebung der Anklage erforderliche hinreichende Tatverdacht begründet werden kann“, so Friedrich. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse seien verschiedene Konstellationen denkbar, und es könne erst nach Abschluss aller noch durchzuführenden Ermittlungen beurteilt werden, ob und in welchem Umfang den Tatverdächtigen strafbares Verhalten anzulasten ist. „So wird insbesondere auch zu prüfen sein, ob und inwieweit das Handeln der Tatverdächtigen möglicherweise durch Notwehr gerechtfertigt war“, so die Staatsanwältin.

Frank Döring

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