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Knaller bei Rosensonntagsumzug sorgen für Unmut - Anzeige gegen Karnevals Club

Knaller bei Rosensonntagsumzug sorgen für Unmut - Anzeige gegen Karnevals Club

Eigentlich dürfte erst am Aschermittwoch alles vorbei sein. Doch die gute Stimmung war schon am Sonntag bei einigen Zuschauern und Teilnehmern des Rosensonntagsumzugs auf dem Tiefpunkt.

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Quelle: André Kempner

Grund war ein Feuerwerksknaller, der während des Umzugs aus einem Wagen des Beilroder Karnevals Clubs in die Zuschauermenge geworfen worden sein soll.

Noch am Sonntagnachmittag, kurz nach Ende des Umzugs, hat die Karnevalsbesucherin Katrin Hartung Anzeige bei der Polizei in der Richard-Lehmann-Straße erstattet. Ihren vier und sechs Jahre alten Kindern flog ein Knallkörper direkt vor die Füße. "Die beiden haben gedacht, das sind Bonbons und wollten die aufheben", sagt sie. Ein danebenstehender Mann habe sie noch rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass das ein Knallkörper sei. "Und da knallte es auch schon." Was sie zusätzlich empörte, war die Reaktion der Fahrer des Wartburgs, mit dem der Beilroder Karnevals Club unterwegs war. "Die haben mich ausgelacht, als sei ich ein kleines dummes Mädchen", sagt sie. Damit man ihr glaubt, hat Hartung den China-Böller der Polizei vorgelegt, der warnende Mann, laut Polizei ein Zuschauer aus Oederan, stellte sich als Zeuge zur Verfügung.

Uwe Wilsch, Präsident des Karnevalvereins, bedauert den Vorfall sehr, glaubt aber nicht, dass der Feuerwerkskörper aus diesem Fahrzeug geworfen wurde. "Wir haben keine Knaller im Auto, wir wissen, dass das zu gefährlich ist, außerdem ist es verboten", macht er deutlich. Auch die beiden Fahrer des Wagens wüssten nicht, woher der Knaller kam. Wilsch vermutet, dass der von einem Außenstehenden geworfen wurde. Der Vereinspräsident verweist zusätzlich auf die im Vorfeld des Umzugs stattfindende Sicherheitskonferenz, an der auch die Beilroder Narren teilgenommen hätten.

Auch für Heiko Seidler, den Vorsitzenden des Förderkomitees Leipziger Karneval, ist es unvorstellbar, dass ein Knallkörper vom Festumzug aus in die Zuschauermenge geflogen sein soll. "Feuerwerkskörper sind hier verboten, und das wissen auch alle Vereine, die hier teilnehmen. Wir veranstalten diese Sicherheitskonferenz ja nicht umsonst", sagt er. Und bisher sei der Umzug von solchen Vorwürfen und Vorfällen verschont geblieben. Dennoch werde das Komitee den Vorfall mit dem beschuldigten Verein und den Verantwortlichen klären.

Und auch die Polizei ist bereits tätig geworden. Sie prüft nach Aussage der Pressestelle, ob es sich bei dem Vorfall um eine Ordnungswidrigkeit handelt oder ob es eine Ausnahme-genehmigung für das Abbrennen eines Feuerwerks für den Umzug gab. Unabhängig davon war dieser Rosensonntagsumzug für Katrin Hartung und ihre beiden Mädchen der letzte, den sich besuchten. "Wenn Bonbons und Schokolade in die Menge geworfen werden, darf es einfach nicht passieren, dass auch Knallkörper fliegen", fordert die Leipzigerin.

Julia Tonne

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