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Krawalle in der Leipziger Südvorstadt: Fahndungsfotos erbringen neue Hinweise

21 Monate später Krawalle in der Leipziger Südvorstadt: Fahndungsfotos erbringen neue Hinweise

21 Monate nach den schweren Ausschreitungen am Rand einer Neonazi-Demonstration im Leipziger Süden sind bei der Polizei neue Hinweise zu mutmaßlichen Tätern eingegangen.

Brennende Barrikade am 12. Dezember 2015 in der Leipziger Südvorstadt.
 

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Die Veröffentlichung von Fotos mutmaßlicher Teilnehmer an den Ausschreitungen gegen eine Neonazi-Demo im Dezember 2015 im Leipziger Süden haben neue Hinweise zu den abgebildeten Personen erbracht. Das erklärte Behördensprecherin Katharina Geyer gegenüber LVZ.de. Die neu gewonnenen Informationen sollen nun in intensiver Ermittlungsarbeit ausgewertet werden. Genaue Angaben zur Zahl und zur Art der Hinweise aus der Bevölkerung wurden mit Verweis auf das noch laufende Verfahren nicht gemacht.

Die Veröffentlichung der Fahndungsfotos am 28. August war von den Behörden auf eine Woche beschränkt worden. Wie es im Aufruf damals hieß, sollen sich die abgebildeten Personen auf unterschiedliche Art und Weise an den Ausschreitungen beteiligt haben. Den Personen werden verschiedene Straftaten vorgeworfen – was konkret, teilte die Polizei nicht mit. Hauptvorwurf der Ermittlungen sei schwerer Landfriedensbruchs. „Nicht jedem Einzelnen wird das vorgeworfen. Es kann sich zum Beispiel auch um Körperverletzung oder Sachbeschädigung handeln“, sagte Geyer im August gegenüber LVZ.de.

Am Samstag erlebte Leipzig die schwersten Ausschreitungen seit Jahren. Am Rand einer rechten Demonstration errichteten militante Gegendemonstranten in der ganzen Südvorstadt Blockaden und setzten sie in Brand. Die Polizei reagierte gewaltsam mit Tränengas und Wasserwerfern.

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Am 12. Dezember 2015 demonstrierten etwa 150 Neonazis aus dem Umfeld von Die Rechte, Offensive für Deutschland und Thügida in der Leipziger Südvorstadt. Die Behörden schirmten den Aufzug weiträumig ab, mehrere Tausend Menschen wollten sich den Rechtsextremen trotzdem entgegenstellen. Bereits am Vormittag war es auf Seiten der Gegendemonstranten zu Ausschreitungen und zum Teil erheblichen Sachbeschädigungen gekommen. Die Krawalle zwischen Barrikaden auf der Karl-Liebknecht-Straße zogen sich bis in die Abendstunden hin. Es entstand ein Schaden im sechsstelligen Bereich.

Von mpu

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