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Polizeiticker Leipzig Kunstraub in der Streetart-Gallery neben Leipziger Wintergartenhochhaus
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Kunstraub in der Streetart-Gallery neben Leipziger Wintergartenhochhaus
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01:00 20.08.2014
Inzwischen fehlen der rosarote Panther, ein halber Vampir, der grüne Geist. Quelle: LWB

Bereits dreimal wurde ein farbenfroher Bauzaun neben dem Wintergartenhochhaus geplündert. Inzwischen fehlen dort bereits mehrere schräge Geister, ein grüner Riesenfrosch, auch ein halber Vampir. Insgesamt zehn Kunstwerke schraubten oder rissen die unbekannten Täter ab.

Jetzt reicht es der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB), welche die Streetart-Gallery seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Verein Jugendhaus Leipzig veranstaltet. "Wir finden solche Diebstähle höchst ärgerlich", erklärt Samira Sachse, die Sprecherin des kommunalen Unternehmens. "Schließlich haben alle Beteiligten viel Mühe aufgewandt, damit der Bauzaun für unseren neuen LWB-Unternehmenssitz zur größten Freiluft-Galerie der Stadt wird. Etliche Passanten schauen sich immer wieder begeistert die Bilder an."

Vor allem sei es auch schade für die etwa 80 Graffiti- und Streetart-Künstler, die die Bilder am 24. Mai bei einem Open Air am Connewitzer Jugendhaus angefertigt hatten - trotz Dauerregens. Oft waren es Gemeinschaftswerke mehrerer Sprayer. Einige Arbeiten - wie die von Elisabeth Wolf mit der Signatur Lagqaffe - sind nahezu 1000 Euro wert.

Nach dem ersten Raubzug Anfang Juli, bei dem drei der 2,40 Meter hohen Tafeln verschwanden, hatte die LWB die Lücken noch mit anderen Kunstwerken aufgefüllt. Sie stammten vom Streetart-Workshop "Urban Up" in der Villa, den die Szene selbst organisierte. Statt die Kunstwerke am Zaun nur anzuschrauben, wurden sie extra noch verklebt. Trotzdem dauerte es diesmal nur eine Nacht, bis wieder Tafeln fehlten. "Der Leim braucht 24 Stunden zum Aushärten", so Sachse. "An diesen Stellen waren noch frische Leimfäden zu sehen."

Die LWB will nun Strafantrag gegen die Kunsträuber stellen. "Mal abgesehen vom Schaden am Material und dem Stadtbild sind wir das auch den engagierten Jugendlichen schuldig. Sie haben darauf vertraut, dass ihre Kunst an einem prominenten Ort den Leipzigern gezeigt wird", sagt sie. Das wolle man sich nicht von Einzelnen kaputt machen lassen, die sich so ein Graffito vielleicht gern zu Hause ins Wohnzimmer stellen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.08.2014

Jens Rometsch

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