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LKA ermittelt nach Banküberfall in Leipzig-Stötteritz – Räuber seit Februar auf der Flucht

LKA ermittelt nach Banküberfall in Leipzig-Stötteritz – Räuber seit Februar auf der Flucht

Mit vorgehaltener Pistole brachte er sechs Mitarbeiter in seine Gewalt, sperrte sie in einen Tresorraum und flüchtete anschließend mit mehreren zehntausend Euro Beute: Ein halbes Jahr nach dem Überfall auf die Sparkasse in Leipzig-Stötteritz fehlt der Polizei noch immer eine heiße Spur zum Täter.

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Nach dem Überfall auf die Sparkassen-Filiale in der Arnoldstraße in Leipzig-Stötteritz im Februar fahndet die Polizei noch immer nach dem Täter.

Quelle: Polizei

Leipzig. Inzwischen wurde das Landeskriminalamt (LKA) in die Ermittlungen eingeschaltet. Das sagte Polizeisprecherin Katharina Geyer am Donnerstag auf Anfrage von LVZ-Online.

Die Polizei spricht von einer akribisch geplanten Tat. Es war am Freitag, 21. Februar, gegen 13.45 Uhr, als der Unbekannte am Hintereingang der Sparkasse in der Arnoldstraße einer Mitarbeiterin auflauerte. Wie die Überwachungsvideos zeigen, bedrohte der vermummte Räuber die Frau mit einer Pistole und drängte sie zurück in das Geldinstitut, das kurz zuvor geschlossen hatte. Ob die Waffe echt war, kann die Polizei bislang nicht mit Sicherheit sagen. Die Mitarbeiter waren jedoch so geschockt, dass keiner während des folgenden rund 15-minütigen Dramas es wagte, den Alarmknopf zu drücken.

Im Verkaufsraum der Bank bedrohte der Täter insgesamt fünf weitere Kollegen – drei Männer und zwei Frauen – und zwang einen von ihnen, den Tresorraum zu öffnen. Die anderen Angestellten mussten sich auf den Boden legen. Bevor er mit einer hohen fünfstelligen Bargeldsumme flüchtete, schloss der Täter die Angestellten im Tresorraum ein. Erst danach alarmieren die Mitarbeiter mit einem Notruf die Polizei – der Räuber war bei deren Eintreffen bereits verschwunden.

LKA prüft Parallelen zu Überfall in Lindenau

Nach einer Öffentlichkeitsfahndung im Februar und einer Ausstrahlung in der MDR-Sendung „Kripo Live“ gingen bei der Polizei zwei Hinweise ein. Diese hätten jedoch bislang nichts erbracht, berichtete Geyer. Seit Juli verfolgen die Ermittler deshalb einen weiteren Ansatz: Kriminaltechniker des LKA analysieren die Überwachungsvideos, um Hinweise auf Parallelen zum Sparkassen-Überfall in der Lützner Straße am 2. Dezember 2013 zu klären. Dabei werden unter anderem die Gestik und der Gang beider Täter untersucht, erklärte Geyer. Bereits nach dem Raub in Stötteritz waren Übereinstimmungen im Ablauf offensichtlich geworden – der vermummte Täter in Lindenau lauerte ebenfalls am Hintereingang. Auch dieser Fall ist bis heute ungeklärt.

Nach Zeugenangaben war der Räuber aus Stötteritz etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß, 20 bis 25 Jahre alt, schlank und hatte stahlblaue Augen. Er trug eine olivgrüne Jacke, blaue Jeans sowie ein blaues Hemd unter der Jacke. Auffällig waren seine weißen Adidas-Sportschuhe. Bei der Tat hatte er eine dunkle Tasche mit weißen Streifenrändern bei sich. Er soll mit osteuropäischem Akzent gesprochen haben.

Die Ermittler sind sich relativ sicher, dass der Täter aus der Region kommt. „Die Wahrscheinlichkeit ist groß“, so Geyer. Als Indiz dafür nannte die Polizeisprecherin, dass der Mann sich in der Filiale in der Arnoldstraße sehr gut auskannte. „Er wusste, wo der Personalausgang ist und wann dort jemand rauskommt“, so die Polizeisprecherin. Der Überfall sei also keineswegs spontan erfolgt: „Er muss das Gebäude vorher ausgekundschaftet haben.“

Hinweise an die Kripo Leipzig: (0341) 96 64 66 66.

Robert Nößler

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