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LKA warnt vor illegalen Böllern – Behörde demonstriert in Dresden die Sprengkraft

LKA warnt vor illegalen Böllern – Behörde demonstriert in Dresden die Sprengkraft

Dresden. 27 Menschen sind beim Jahreswechsel 2011/2012 in Sachsen durch illegale Böller und Eigenkreationen teils schwer verletzt worden.

Zwischen Dezember 2011 und Januar 2012 wurden 1041 Straftaten im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern registriert, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen am Donnerstag in Dresden mit. In 649 Fällen entstand Sachschaden. Mit Blick auf Silvester warnte die Behörde erneut vor der Nutzung nicht zugelassener Pyrotechnik. Tischfeuerwerk, Rakete und Knaller ohne CE-Kennzeichnung seien tabu.

Um die Gefahr zu verdeutlichen, gingen die Experten zum Experiment über. Zunächst wurde ein erlaubter Böller in einem mit Sägespänen gefüllten Pappkarton gezündet – es stiebte ein wenig. Danach zündeten die Fachleute in gleicher Testumgebung einen Knaller osteuropäischer Bauart. Vom Karton blieb nicht viel übrig.

„Wer nicht geprüfte Feuerwerkskörper verwendet, gefährdet nicht nur die Gesundheit und das Leben Anderer, sondern vor allem sich selbst“, so das LKA. Auf polnischen Märkten in Grenznähe angebotene pyrotechnische Erzeugnisse entsprächen in der Regel nicht den in Deutschland geltenden Vorschriften und Richtlinien, warnte auch die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf. Auch dort werden seit Wochen bei Kontrollen verbotene Feuerwerkskörper entdeckt.

Allein für den zweiten Weihnachtsfeiertag vermeldet die Bundespolizei an der polnischen Grenze in Bad Muskau Hunderte illegale Böller, die über die Grenze nach Deutschland geschmuggelt werden sollten. So versuchte eine 25-Jährige, 621 Böller und Raketen unter den Fußmatten eines Pkws einzuschmuggeln. Neben einer Anzeige muss sie auch für die Kosten der Vernichtung der Böller aufkommen.

dpa / sl

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