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Landgericht Leipzig: Plädoyers und Urteil im Lion-Prozess erwartet

Landgericht Leipzig: Plädoyers und Urteil im Lion-Prozess erwartet

Im Prozess um den gewaltsamen Tod des kleinen Lion aus Eilenburg werden am Mittwoch vor dem Landgericht Leipzig die Plädoyers und voraussichtlich auch das Urteil erwartet.

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Im Prozess um den gewaltsamen Tod des kleinen Lion werden Plädoyers und das Urteil erwartet.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Angeklagt sind die inzwischen 22 Jahre alte Mutter und ihr 21 Jahre alter Ex-Freund. Beide haben jegliche Misshandlungen bestritten. Laut Anklage schlug oder trat der junge Mann dem Kleinkind wuchtig in den Bauch und die Mutter holte viel zu lange keine Hilfe für ihren 19 Monate alten Sohn. Lion starb im vorigen August.

Am Mittwoch ist der letzte geplante Verhandlungstag. Nach Angaben eines Gerichtssprechers ist es dennoch nicht ganz sicher, dass das Urteil heute verkündet wird. Denkbar sei auch, dass kurzfristig noch ein neuer Termin gesucht wird.

Nach den ursprünglichen Planungen des Gerichtes sollte der Prozess schon längst zu Ende sein. Weil beide Angeklagten aber die Schuld an Lions Tod von sich gewiesen hatten, sah die Kammer zusätzlichen Aufklärungsbedarf. Zeugen der tödlichen Schläge oder Tritte gibt es nicht. Sowohl die Mutter als auch ihr Ex-Freund sagten vor Gericht aus, sich überhaupt nicht erklären zu können, was mit Lion an jenem verhängnisvollen 7. August 2010 in der gemeinsamen Wohnung geschah.

Mehrere Mediziner schilderten am Gericht, dass es in Lions kurzem Leben Hinweise auf Kindesmisshandlung gegeben habe. Die Entwicklung des Jungen war verzögert, mit knapp zwei Jahren konnte er kaum sprechen. Einen Armbruch hatte die Mutter damit erklärt, dass das Kind im Gitterbettchen hängen geblieben sei. Erhärtet wurde der Verdacht auf Misshandlung nie.

Nach außen hin präsentierte sich das Paar als kleine Familie. Der 21-Jährige soll sich liebevoll um Lion gekümmert haben. Der Junge war nicht sein leiblicher Sohn. Allerdings räumte der junge Mann Drogenkonsum ein. Mit Lions Mutter habe es handfeste Streitereien gegeben. Die 22-Jährige war Zeugenaussagen zufolge zeitweise mit ihre Mutterrolle überfordert

dpa

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