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Lebenslänglich für Mord an fünffacher Mutter in Leipzig

Bluttat im Stadtteil Eutritzsch Lebenslänglich für Mord an fünffacher Mutter in Leipzig

Im Prozess um den Mord an einer fünffachen Mutter im Leipziger Stadtteil Eutritzsch ist der frühere Lebensgefährte des Opfers am Dienstagmorgen am Landgericht zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Aktenordner auf dem Richtertisch im Landgericht Leipzig. (Archivfoto)

Quelle: dpa-Zentralbild

Leipzig. Im Prozess um den Mord an einer fünffachen Mutter im Leipziger Stadtteil Eutritzsch ist der frühere Lebensgefährte des Opfers am Dienstagmorgen am Landgericht zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Schwurgerichtskammer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte Marian L. (34) am 25. August 2015 in der Zeit zwischen 9 und 9.45 Uhr seine Ex-Freundin Nicole K. (25) in deren Wohnung in der Wittenberger Straße im Stadtteil Eutritzsch tötete. „Es ist die Geschichte einer großen Liebe, die tragisch endete und viel Leid über eine große Anzahl von Menschen brachte“, sagte der Vorsitzende Richter Hans Jagenlauf.

Der Koch und seine Lebensgefährtin waren seit 2010 ein Paar, 2013 wurde die gemeinsame Tochter geboren, 2015 der Sohn. Marian L. hat aus einer früheren Liaison eine Tochter, Nicole K. brachte drei Kinder von anderen Männern in die Beziehung mit. Bis 2015 klappte es mit der Patchworkfamilie, dann trat ein neuer Mann in das Leben von Nicole K. Ende Juli 2015 kam die Trennung, drei Tage vor der Bluttat allerdings die Verlobung, dann doch wieder Streit.

Der Angeklagte habe seiner Ex-Freundin eine Vielzahl von Messerstichen im Oberkörper beigebracht und so ihren Tod „absichtlich herbeigeführt“, stellte die Kammer fest. Der Umstand, dass keinerlei Abwehrverletzungen entdeckt wurden, etwa Kratzspuren und Hämatome, sei Beleg dafür, dass der Täter die Frau überraschend fixierte und sie damit keine Möglichkeiten hatte, sich zu wehren. Damit sei das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt.

Die Verteidigung hatte dies verneint und sechs Jahre Haft wegen Totschlags im minderschweren Fall gefordert. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten hingegen auf lebenslänglich wegen Mordes plädiert.

„Sie haben nicht nur das Leben ihrer Traumfrau ausgelöscht , sondern auch einer Reihe von Kindern ihre Mutter und ihren Vater gleichzeitig genommen“, sagte Richter Jagenlauf zum Angeklagten. Marian L. habe das Urteil mit Fassung aufgenommen, sagte sein Verteidiger Malte Heise der LVZ. In den nächsten Tagen wolle er mit seinem Mandanten beraten, ob man Revision einlege.

Von Frank Döring

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