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Leiche im Cospudener See: Polizei bricht Bergung ab – Tauchroboter im Einsatz

Leiche im Cospudener See: Polizei bricht Bergung ab – Tauchroboter im Einsatz

Die Bergung der am Sonnabend von Sporttauchern im Cospudener See entdeckten Leiche ist erfolglos geblieben. Froschmänner der Polizei aus Sachsen und Thüringen waren am Sonntag von 9 Uhr an im Einsatz.

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20 Polizeitaucher sind am Cospudener See im Einsatz.

Quelle: Andr Kempner

Leipzig. Kurz nach 16 Uhr brachen sie die Suche ab.

Den grausigen Fund machten Wassersportler aus Nordhausen. „Der Mann liegt auf halben Weg zwischen unserer Einstiegsstelle und den beiden Landbuchten auf der gegenüberliegenden Seite“, berichtete Lutz Kamski, Inhaber der Tauchschule am Cospudener See. Seine Gäste aus Nordthüringen seien nach dem Fund ganz schön fertig gewesen. „Sie haben in kurzer Zeit sehr viel Luft verbraucht“, so Kamski. Zum Markieren der Fundstelle seien sie deshalb nicht mehr gekommen. Später erstellten die Taucher Lageskizzen und stellten sie der Polizei zur Verfügung.

Polizeitaucher wollen Leiche bergen

Mit den Zeichnungen ausgestattet ließen die Beamten am Sonntag einen Tauchroboter zu Wasser. Meter für Meter arbeitete sich das Gerät vorwärts und funkte dabei Bilder zu einem Monitor in einem Polizeiboot. Bis zum Abbruch war aber von dem Toten nichts zu sehen.

Nach Angaben der Sporttaucher befindet sich die Leiche in einer Tiefe von gut 43 Metern. An seiner tiefsten Stelle misst der ehemalige Tagebau 56 Meter. Bei dem Toten handelt es sich möglicherweise um einen 42 Jahre alten Thüringer, der seit Ostersonntag 2012 vermisst wird. Damals war er von einem Tauchgang nicht zurückgekehrt.

Sonar konnte nicht orten

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Die Polizei will die am 13.4.2013 entdeckte Leiche aus dem Cospudener See bergen.

Quelle: André Kempner

„Die Bergung soll nun am Montag erneut angegangen werden“, sagte Polizeisprecher Michael Hille. Erst nach einer gerichtsmedizinischen Untersuchung lasse sich allerdings zweifelsfrei die Identität des Toten feststellen. „Wir leben nicht von Mutmaßungen. In Deutschland gibt es viele Vermisste. Erstmal müssen wir die Leiche aus dem Wasser holen, dann sehen wir weiter“, teilte die Polizei weiter mit. Schnelle Ergebnisse dürfe man zudem nicht erwarten. „Wir wissen nicht, wie weit die Verwesung voran geschritten ist.“

Laut Kamski betrage die Wassertemperatur 43 Meter unter der Oberfläche gerade noch vier Grad. Es herrsche dort eine Sicht von höchstens sechs Metern. Im vergangenen Jahr hatten Polizeitaucher bereits mehrere Tage nach dem 42-Jährigen gesucht – ohne Erfolg. Damals wurden ebenfalls Tauchroboter eingesetzt. Dass die Spezialgeräte mit ihrem auf Metall ausgerichtetem Sonar nicht anschlugen, ist für Tauchlehrer Kamski heute kein Wunder. „Die Sauerstoffflaschen haben sich tief in den Schlamm eingegraben und ließen sich deshalb nicht mehr orten“, berichtete er.

Der vermisste Taucher aus Thüringen galt als erfahrener Sportler. Unklar ist bis heute, weshalb er vor einem Jahr allein ins Wasser ging. Am Ufer wartete damals nur seine Lebensgefährtin auf ihn. Als ihr Partner nach zwei Stunden nicht zurückkehrte, alarmierte sie die Polizei.

Suche nach dem vermissten Taucher im April 2012

Matthias Roth

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