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Leiche im Fahrstuhlschacht in Leipzig-Grünau gefunden – bereits 2005 tragischer Unfall im Lift

Leiche im Fahrstuhlschacht in Leipzig-Grünau gefunden – bereits 2005 tragischer Unfall im Lift

 Leipzig. Grausiger Fund im Leipziger Stadtteil Grünau: Im Fahrstuhlschacht eines 16-geschossigen Plattenbaus in der Stuttgarter Allee ist am Montagmorgen eine Leiche entdeckt worden.

Ein Techniker alarmierte gegen 10 Uhr die Polizei, nachdem Anwohner den zwischen erster und zweiter Etage stecken gebliebenen Aufzug moniert hatten. Der Tote lag oben auf dem Fahrstuhl. Teile seines Körpers seien zwischen Kabine und Wand eingeklemmt gewesen, sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf gegenüber LVZ-Online.

Wie der unbekannte Mann in den Fahrstuhlschacht geriet, ist bislang noch unklar. Die Ermittler schließen derzeit weder einen Unfall noch eine Straftat oder einen Suizid aus. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, so Braunsdorf. Kriminaltechniker nahmen vor Ort Ermittlungen auf. Der Aufzug wurde von der Polizei gesperrt. Erst am Nachmittag gegen 15 Uhr konnte die Leiche geborgen werden. Sie wurde in die Rechtsmedizin gebracht, um die Identität sowie die genaue Todesursache des Mannes zu klären. Mit ersten Ergebnissen wird frühestens am Dienstag gerechnet.

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Leipzig. Die Ursache steht fest, doch die Schuldfrage wird wohl nie geklärt werden: Fast ein Jahr nach dem tödlichen Fahrstuhl-Unglück in einem Seniorenheim in Leipzig-Thekla sind sich die Ermittler sicher, dass an dem Lift ein technischer Defekt vorlag. Eine 93-Jährige war damals in den Tod gerissen worden. Bei einem weiteren Lift-Unglück in Grünau stehen die Beamten weiter vor einem Rätsel.

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Aufzuganlage bereits 2005 Unfallort – Brandanschlag im Februar 2013   

Bereits 2005 hatte sich im selben Wohnblock ein tragischer Fahrstuhlunfall ereignet. Damals versagten die Bremsen eines der beiden Aufzüge im Haus. Einer 81-jährigen Hausbewohnerin wurden beim Einsteigen beide Beine abgetrennt. Der Monteur der Aufzugsfirma war damals wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt worden, das Amtsgericht sah aber keine Wartungsfehler und sprach ihn frei.

Im Februar 2013 hatten Unbekannte den Fahrstuhl mit Feuerwerkskörpern in Brand gesetzt, durch die Explosion kam es zu Schäden am Lift. Die Polizei erklärte auf Anfrage von LVZ-Online, dass es in der Vergangenheit bereits zu Vorkommnissen an der Aufzuganlage gekommen sei. Dass es sich beim Todeslift um denselben Lift wie beim Unglück 2005 handelte, wollte Sprecherin Braunsdorf jedoch nicht bestätigen. Dies werde derzeit geprüft. Im Haus gebe es zwei Aufzüge, der andere sei weiterhin benutzbar.

Erst Anfang dieses Monats war in Thekla im Nordosten Leipzigs eine

93-Jährige in einem defekten Fahrstuhl

gestorben. Als sie den Lift im Seniorenheim betrat, ruckte die zuvor leere Kabine und fuhr bei offener Tür nach oben. Die Rentnerin stürzte und wurde zwischen Decke und Fahrstuhlschacht eingeklemmt. Sie starb an ihren schweren Verletzungen.

mpu / nöß

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