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Leichenfund bei Polizei-Einsatz in Plagwitz – tote Rentnerin lag monatelang in ihrem Haus

Leichenfund bei Polizei-Einsatz in Plagwitz – tote Rentnerin lag monatelang in ihrem Haus

Grausiger Fund in Leipzig-Plagwitz: Polizeibeamte haben in einem alten Haus in der Erich-Zeigner-Allee die mumifizierte Leiche einer 86-jährigen Frau gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tote bereits seit etwa einem halben Jahr im ersten Stock lag.

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Über dem Briefschlitz an der Eingangstür ist "Deutsches Reich" zu lesen.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die Polizei war durch Zufall auf die Leiche gestoßen.

Eigentlich wollten die Ermittler die Frau zu ihrem Angehörigen Frank F. befragen, der derzeit im Gefängnis sitzt und unter derselben Adresse wie die Tote gemeldet ist. „Im Moment gehen wir nicht von einer Straftat aus“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Freitag gegenüber LVZ-Online. Dennoch wurde eine Obduktion der Leiche angeordnet. Die Todesursache ist bislang noch unklar.

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Leipzig. Grausiger Fund in Leipzig-Plagwitz: Polizeibeamte haben in einem alten Haus in der Erich-Zeigner-Allee die mumifizierte Leiche einer 86-jährigen Frau gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tote bereits seit etwa einem halben Jahr im ersten Stock lag. Die Polizei war durch Zufall auf die Leiche gestoßen.

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Um den Leichnam zu bergen, musste die Feuerwehr mit schwerem Gerät anrücken. „Das Haus ist sehr verwinkelt, die Treppen waren voller Papier“, so Voigt. Ein Zugang durch das Gebäude war nicht möglich. Letztlich wurde die tote Frau mit einem Teleskopmast der Feuerwehr durch ein Fenster geborgen.

Lebte F. gemeinsam mit der Toten in dem Haus?

Frank F. war bereits am 27. September wegen Stalkings festgenommen worden. Als die Polizisten seine Personalien überprüften, stellte sich heraus, dass gegen ihn ein älterer Haftbefehl vorlag. „Grund dafür war eine politisch motivierte Tat. Momentan befindet er sich in einer Justizvollzugsanstalt“, erklärte Voigt. Ob F. tatsächlich längere Zeit gemeinsam mit der Toten in dem Haus gewohnt hat, muss die Polizei noch klären.

F. sieht sich nach Angaben der Ermittler als sogenannter Reichsbürger, lehnt die Bundesrepublik ab und besitzt mehrere falsche Ausweise. Deshalb ist er bereits wegen Urkundenfälschung vorbestraft. Auf das Klingelschild des Hauses ist per Hand die Aufschrift „Deutsches Reich“ geschrieben. Verbindungen des Festgenommenen zur NPD oder anderen rechten Organisationen sieht die Polizei nicht. „Er ist ein Eigenbrötler mit einer rechten Gesinnung, aber nicht unbedingt rechtsradikal", so Voigt.

Reik Anton

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