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Leichenfund beim Leipziger Prozess um „Mord ohne Leiche“

Nach Waldarbeiten in Sachsen-Anhalt Leichenfund beim Leipziger Prozess um „Mord ohne Leiche“

In Sachsen-Anhalt wurden bei Waldarbeiten Überreste eines Mannes gefunden. Inzwischen gibt es Hinweise darauf, dass es sich bei der Leiche um eine Person handelt, die mutmaßlich in Leipzig ermordet wurde.

Symbolfoto
 

Quelle: dpa

Leipzig. Der Fund von Leichenteilen in einem Wald im Jerichower Land am Montag steht offenbar im Zusammenhang mit einem laufenden Gerichtsprozess am Leipziger Landgericht. Wie die Volksstimme am Mittwoch berichtet, habe eine DNA-Analyse der Ermittler an den Überresten inzwischen Übereinstimmung mit einem vermissten Mann aus Chemnitz ergeben – dessen mutmaßlich gewaltsamer Tod Grund für das aktuelle Verfahren in Leipzig ist.

Die Polizei in Magdeburg wollte einen entsprechenden Bericht der „Magdeburger Volksstimme“ am Mittwoch nicht bestätigen. „Wir geben hier keine Auskunft“, sagte eine Sprecherin. „Das Landgericht Leipzig hat sich der Sache angenommen“, sagte sie. Ein Sprecher des Landgerichtes Leipzig sagte, bisher habe es 18 Verhandlungstage gegeben, 19 weitere seien bis Ende August angesetzt. Er könne noch keine Angaben machen, ob und wie sich der Leichenfund auf den Prozess auswirkt. Dieser könnten das Verfahren verkürzen - oder aber verlängern. Möglicherweise müsste es neu angesetzt werden. Man müsse die Ergebnisse aus dem Fund abwarten, so der Sprecher.

Der zuvor für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) arbeitende Dolmetscher soll im November 2015 in einer Leipziger Wohnung heimtückisch ermordet worden sein. Seit Monaten sind deshalb eine 38-Jährige, ihre 17-jährige Tochter und deren 21-jähriger Freund vor dem Landgericht angeklagt, den Mord gemeinsam begangen zu haben. Bisher fehlte beim sogenannten „Prozess ohne Leiche“ allerdings jede Spur zum Mordopfer. Tatort für das mutmaßliche Gewaltverbrechen soll eine Plattenbauwohnung im Stadtbezirk Mitte gewesen sein. Die Ermittler kamen dem Trio auf die Spur, weil diese das Bankkonto des Toten abgeräumt hatten und auch sein Fahrzeug nutzten. Der 21-jährige Angeklagte war mit diesem Auto auch in eine Radarkontrolle geraten.

Von mpu (mit dpa)

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