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Leichenteile am Elsterbecken: Leipziger Polizei setzt 5000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Leichenteile am Elsterbecken: Leipziger Polizei setzt 5000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Bei den Ermittlungen im Fall der Anfang November am Leipziger Elsterflutbeckens gefundenen Leichenteile bittet die Polizei um Mithilfe der Bevölkerung. Wie es in einem am Freitag veröffentlichten Zeugenaufruf heißt, ist es den Beamten bisher nicht gelungen, den zerstückelten Toten zu identifizieren.

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Suche nach Leichenteilen im Elsterbecken. (Archivfoto)

Quelle: Andreas Döring

Leipzig. Deshalb hoffen die Ermittler nun auf sachdienliche Informationen jeglicher Art. Für Hinweise, die zur Identifizierung des Opfers führen, hat die Polizei 5.000 Euro ausgelobt.

Bisher ist nur wenig zum Aussehen des Ermordeten bekannt. Die bisherigen Untersuchungen des Opfers in der Rechtsmedizin haben ergeben, dass es sich um einen jüngeren, erwachsenen Mann von kleiner bis mittlerer Körpergröße handelt. Er soll eine schlanke, sportliche Gestalt und dunkle Körperbehaarung haben. Als auffälligstes Merkmal nennt die Polizei größere Hautdehnungsnarben an Oberarmen und am unteren Rücken, wie sie beispielsweise nach Gewichts- oder Muskelveränderungen typisch sind.

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Leipzig. Im Mordfall um die zerstückelte Leiche vom Elsterbecken soll womöglich ein Privatdetektiv eingeschaltet werden. "Wir ziehen diese Möglichkeit in Betracht und werden eigene Ermittlungen anstellen", kündigte Rechtsanwalt Jens Mader, einer der Verteidiger des mutmaßlichen Mörders Benjamin H. (23), am Mittwoch gegenüber der LVZ an. Es gebe bisher keine objektiven Beweise für den dringenden Tatverdacht gegen seinen Mandanten.

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Die Ermittler hoffen der Identität des Toten auch durch Hinweise auf möglicherweise verschwundene Personen auf die Spur zu kommen. Wie es heißt, sollen sich auch Personen melden, die Angaben zu einem Mann machen können, der in seinem Umfeld seit Tagen oder Wochen fehlt und der über SMS, Facebook oder andere soziale Netzwerke nicht mehr zu erreichen ist. Auch Menschen, die „seit längerem nicht mehr im Sportverein, zum Training, bei Treffen in Clubs, Discos, Kneipen“ aufgetaucht sind oder bei Studium oder Ausbildung fehlen, sind für die Ermittler interessant.

Zudem sollen sich auch Spaziergänger, Hundebesitzer, Jogger, Angler und Personen bei den Ermittlern melden, die sich im Oktober und Anfang November im Bereich des Fundortes zwischen Palmengartenwehr und Zeppelinbrücke aufgehalten haben und dort besondere Beobachtungen machen konnten, als auch Alltägliches im genannten Zeitraum wahrgenommen haben.

Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in der Dimitroffstraße 1, telefonisch unter 0341.96642553 oder per E-Mail via emuk.elster@polizei.sachsen.de zu melden.

Matthias Puppe

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