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Leipzig: Kriminalität in Bus und Bahn wächst

Kriminalität Leipzig: Kriminalität in Bus und Bahn wächst

In den Bussen und Straßenbahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) kommen Fahrgäste immer häufiger in Kontakt mit Kriminellen. Wie die Leipziger Polizei auf LVZ-Anfrage mitteilte, haben auch die Straftaten in den Haltestellenbereichen zugenommen.

Die Haltestelle vor dem Leipziger Hauptbahnhof ist ein Kriminalitätsschwerpunkt.
 

Quelle: Wofgang Zeyen

Leipzig.  In den Bussen und Straßenbahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) kommen Fahrgäste immer häufiger in Kontakt mit Kriminellen. Wie die Leipziger Polizei auf LVZ-Anfrage mitteilte, haben auch die Straftaten in den Haltestellenbereichen zugenommen. Polizei und LVB versuchen mit einer Sicherheitspartnerschaft gegenzusteuern.

Besonders die Zahl der Diebstähle wuchs rasant. Wurden 2012 noch 229 Fälle am Straßenbahnen und in öffentlichen Verkehrsmitteln angezeigt, waren es 2015 bereits 577 (plus 151,9 Prozent). Bis Ende Juni 2016 wurden 294 Diebstähle registriert.

Sicherheit in Bussen und Bahnen der LVB

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Gestiegen ist auch die Zahl der Körperverletzungen. Im Jahr 2015 kam es zu insgesamt 192 Fällen (plus 39,1 Prozent), 2012 waren es noch 138. Das Ergebnis der ersten sechs Monate 2016 lässt hier einen neuen Rekord befürchten: 114. Auch bei Sexualstraftaten sticht das aktuelle Jahr hervor: Allein bis Ende Juni kam es zu zehn Delikten, sechs an Haltestellen, vier in Bahnen und Bussen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2015 waren es sieben Fälle, 2012 sechs.

Hauptbahnhof ist Kriminalitätsschwerpunkt

Insgesamt wuchs die Zahl der Straftaten allein an Haltestellen von 2012 bis 2015 von 424 auf 588 (plus 38,6 Prozent). Und die Tendenz geht steil nach oben: Im ersten Halbjahr 2016 wurden schon wieder 334 Fälle registriert. In Bussen und Straßenbahnen kam es 2012 zu 336 Delikten, 2015 waren es bereits 710 (plus 111,3 Prozent). Stand bis Juni 2016: 311 Straftaten.

Wegen des hohen Beförderungsaufkommens – die LVB haben allein im Jahr 2015 rund 138 Millionen Fahrgäste befördert – wird die Sicherheitslage an den Haltestellen und in Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs insgesamt als immer noch gut eingeschätzt. Eine Ausnahme sei der Haltestellenbereich am Hauptbahnhof, der für die Polizei als örtlicher Kriminalitätsschwerpunkt gilt und „häufiger als Tatörtlichkeit auftritt“, sagt Polizeisprecher Andreas Loepki. Aus diesem Grund zeige die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Bahnhof/Zentrum mit Beamten von Bundespolizei und Polizeidirektion dort auch verstärkt Präsenz – zivil und uniformiert.

Die Polizei führt die schnelle Zunahme der Kriminalität maßgeblich auf den rasanten Bevölkerungsanstieg der Stadt Leipzig zurück, der zwangsläufig auch ein Mehr an Kriminalität nach sich ziehe. Welche Nationalität die Täter haben, können nicht gesagt werden. Dafür müsste jeder einzelne Vorgang noch einmal geprüft werden, heißt es in der Pressestelle der Polizei. Dies übersteige die personell-zeitliche Kapazität. Zudem sei nicht jede Straftat mit Täterangaben hinterlegt, da zum Teil gegen Unbekannt ermittelt wird.

Von Frank Döring, Andreas Tappert

Leipzig 51.339695 12.373075
Leipzig
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