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Leipzig nimmt 4,6 Millionen Euro durch Knöllchen ein

Spitzenreiter in Sachsen Leipzig nimmt 4,6 Millionen Euro durch Knöllchen ein

Parksünder sind mit ihren Knöllchen für die sächsischen Kommunen weiterhin eine verlässliche Geldquelle. Leipzig ist mit 4,6 Millionen Euro Einnahmen der Spitzenreiter unter den großen Städten.

Knöllchen bringen Leipzig Millioneneinnahmen – und sollen die Verkehrsteilnehmer erziehen.

Quelle: André Kempner

Leipzig - . Parksünder sind mit ihren Knöllchen für die sächsischen Kommunen weiterhin eine verlässliche Geldquelle. Die Einnahmen aus Verwarnungen und Bußgeldbescheiden steigen zumindest teilweise weiter an, wie eine Umfrage in den großen sächsischen Städten ergab. Spitzenreiter in diesem Jahr mit mehr als 4,6 Millionen Euro bis Ende November ist Leipzig. In Dresden waren es rund 3,2 Millionen Euro. In Annaberg-Buchholz im Erzgebirge können erwischte Falschparker während der Weihnachtszeit mit etwas Glück auch ungeschoren davonkommen.

Für Parkverstöße sowie fehlende Umweltplaketten kassierte Leipzig rund 300 000 Euro mehr als im vergangenen Jahr zum gleichen Zeitpunkt. Dabei gehe es nicht so sehr um die Einnahmen, versichert die Stadtverwaltung. „Wichtiger ist es, die Verkehrsteilnehmer zu einem gesetzeskonformen Verhalten zu bewegen.“ Das erhöhe die Verkehrssicherheit.

Im Leipziger Innenstadtring gibt es nach Angaben der Stadt aktuell fast 3800 Stellplätze, etwa 3500 davon in den Tiefgaragen, die in der Regel privat bewirtschaftet werden. Dort sind die Preise zur Weihnachtszeit zum Teil erheblich gestiegen. Jenseits der Ringes sind weitere rund 4000 Stellplätze verfügbar. Die Stadt hat in diesem Jahr auf den von ihr bewirtschafteten Stellflächen mehr als 2,5 Millionen Euro an Parkgebühren eingenommen. Der Preis von einem Euro je halbe Stunde sei konstant geblieben, hieß es.

Steigende Einnahmen in Dresden

Auch in Dresden sind die Einnahmen aus Knöllchen gestiegen - von 3,6 Millionen Euro 2013 über 3,95 Millionen Euro 2014 bis auf rund 4 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Bis Ende November dieses Jahres kamen nach offiziellen Angaben rund 3,2 Millionen Euro zusammen. Diese Summe dürfte in der Weihnachtszeit noch kräftig steigen.

Chemnitz hat mit fast 74 600 Knöllchen in diesem Jahr bisher mehr als 1,2 Millionen Euro eingenommen. Im Innenstadtkern gibt es rund 5000 Stellplätze, davon 2300 in privaten Tiefgaragen und Parkhäusern. Die Parkgebühr beträgt 50 Cent je angefangene 20 Minuten. Es gibt auch noch Straßen, in denen Parken kostenfrei ist - mit und ohne Zeitbegrenzung.

„Freundliche Knöllchen“

Während der Advents- und Weihnachtszeit können Parksünder in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge auch glimpflich davonkommen und finden mit etwas Glück nur ein sogenanntes freundliches Knöllchen hinter dem Scheibenwischer. Der Weihnachtsmann auf dem Zettel hebt warnend die Hand. „Wahrscheinlich haben Sie die Halte- und Parkverbotsschilder dieses Mal übersehen“, ist auf dem Papier zu lesen. „Deshalb wollen wir heute ein Auge zu drücken und auf eine kostenpflichtige Verwarnung verzichten.“ Die Stadt bittet jedoch, künftig auf Beschilderung und Verkehrsvorschriften zu achten und wünscht ansonsten frohe Festtage.

„Während der Weihnachtszeit sind viele Touristen in der Stadt. Die wollen wir nicht verärgern“, erklärt der Sprecher der Erzgebirgsstadt, Matthias Förster. Allerdings würden die „freundlichen Knöllchen“ jeden Tag auf einer anderen Straße oder einem anderen Platz verteilt. Es könne sich niemand auf sie verlassen.

Von Ralf Hübner

Leipzig 51.3396955 12.3730747
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