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Leipziger Elsterbecken wieder geflutet – 50-Jährige bleibt vermisst

Nach Polizeisuche Leipziger Elsterbecken wieder geflutet – 50-Jährige bleibt vermisst

Von der vermissten 50-jährigen Leipzigerin, nach der am Mittwoch im Elsterbecken gesucht wurde, fehlt weiter jede Spur. Das Flussbett wurde bis zum Donnerstagmorgen wieder geflutet.

Am Mittwoch waren Polizeitaucher am Elsterbecken im Einsatz. Jetzt wird das Elsterbecken wieder geflutet.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Noch immer kein Durchbruch bei der Suche nach Cornelia Marci-Leistner: Die 50-jährige Leipzigerin bleibt weiter vermisst. Wie Polizeisprecherin Maria Braunsdorf am Donnerstagmittag gegenüber LVZ.de sagte, laufen nun im Umfeld der Frau weitere Ermittlungen. Zudem sammelt die Polizei weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung zum Verbleib der 50-Jährigen, die seit dem 20. April verschwunden ist.

Die Polizei geht davon aus, dass sich die Frau etwas angetan haben könnte. Ihr Fahrrad lehnte an einem Zaun unweit der Landauer Brücke, wo am vergangenen Donnerstag die zerstückelte Leiche der 43-jährigen Maria D. gefunden wurde. Beide Fälle sollen laut Polizei aber nicht im Zusammenhang stehen. Im Uferbereich fanden die Ermittler einen nicht näher beschriebenen persönlichen Gegenstand von Marci-Leistner. „Die Indizien sprechen dafür, dass sie ins Wasser gegangen ist“, so Braunsdorf.

Vermisst

Vermisst: Cornelia Marci-Leistner

Quelle: Polizei

Drei Wehre wurden wieder geschlossen

Um den Fluss abzusuchen, hatte die Polizei seit Dienstag den Wasserstand um rund einen Meter absenken lassen. Am Mittwoch durchkämmten Kripo-Ermittler das teilweise trockengelegte Flussbett, die Suche wurde jedoch ohne Ergebnis eingestellt. Seit dem Nachmittag wurde das Elsterbecken wieder geflutet, am Donnerstagmorgen habe es wieder seinen Normalpegel erreicht, sagte Axel Bobbe, Betriebsleiter der Landestalsperrenverwaltung.

Um den Wasserstand zu senken, waren drei der vier Wehre des Elsterbeckens zur Nahle, Luppe und unteren Weißen Elster geöffnet worden, wie Bobbe erklärte. Am Palmengartenwehr wurde nichts verändert. „Die Angler haben uns gebeten, das Wasser möglichst langsam abzulassen, damit nicht alle Fische nach Sachsen-Anhalt verschwinden“, so Bobbe gegenüber LVZ.de. Dies sei auch notwendig gewesen, um keine Hochwasserwelle flussabwärts zu erzeugen. Nach Abschluss der Suche am Mittwochnachmittag gegen 14 Uhr wurden die Wehre wieder auf Normalstellung gebracht.

Dritte Pegelabsenkung wegen Polizeieinsätzen seit 2008

Es war laut Bobbe die dritte Pegelabsenkung wegen Polizeiermittlungen innerhalb der letzten Jahre. Bereits bei der Suche nach der zerstückelten Elsterbecken-Leiche 2011 war das Wasser abgelassen worden, ebenso 2008, als bei einer Ruderregatta ein Boot mit Kindern gekentert und das Palmengartenwehr hinuntergestürzt war. Derzeit seien keine weitere Pegelabsenkungen vorgesehen, ließ Bobbe wissen.

Von Robert Nößler

Leipzig, Landauer Brücke 51.3503401 12.3404816
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