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Leipziger Gericht verurteilt Betrüger: Konto-Daten missbraucht

Sparkassen-Filialen betroffen Leipziger Gericht verurteilt Betrüger: Konto-Daten missbraucht

Mit vier Jahren und neun Monaten Haft endete am Landgericht Leipzig ein Prozess um Betrügereien mit Überweisungsformularen. Obwohl der Angeklagte Guy N. (47) bestritten hat, Post aus Briefkästen von Sparkassen-Filialen in Leipzig gestohlen und die Daten missbräuchlich verwendet zu haben, hielten ihn die Richter für überführt.

Mehrere Jahre Freiheitsentzug– so lautete das Urteil des Leipziger Landgerichts gegen einen 47-jährigen Angeklagten. Wegen Betruges und Urkundenfälschung in Baden-Württemberg ist er bereits vorbestraft und sitzt in Haft.

Quelle: dpa

Leipzig. Mit vier Jahren und neun Monaten Haft endete am Landgericht Leipzig jetzt der Prozess um Betrügereien mit Überweisungsformularen. Obwohl der Angeklagte Guy N. (47) vehement bestritten hat, Post aus Briefkästen mehrerer Sparkassen-Filialen in Leipzig gestohlen und die Daten missbräuchlich verwendet zu haben, hielt ihn die 6. Strafkammer aufgrund einer Indizienkette für überführt. Die Richter waren der Ansicht, dass er im August 2012 von Kunden bereits ausgefüllte Überweisungsträger nutzte, um von deren Konten Tausende Euro an Empfänger in Belgien zu überweisen, wobei er die Unterschriften der eigentlichen Inhaber fälschte. Auf sechs Formularen waren seine Fingerabdrücke gesichert worden. Zudem handelte es sich um die gleichen Konten in Belgien, die der Angeklagte bei seinen vergleichbaren Betrügereien in Baden-Württemberg genutzt hatte, hieß es weiter. Dafür war der Maler und Lackierer, der aus dem Kongo stammt, am Amtsgericht Stuttgart zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, die das Leipziger Landgericht nun mit in das aktuelle Urteil einbezogen hat. Wegen der überlangen Verfahrensdauer erklärte die 6. Strafkammer davon wiederum neun Monate für bereits vollstreckt.

Die Staatsanwaltschaft hatte für fünf Jahre Haft plädiert, die Verteidigung für Freispruch. Ursprünglich listete die Anklage 14 Fälle auf, die Verfahren zu acht davon wurden mangels Beweisen eingestellt. In insgesamt vier Fällen floss überhaupt Geld – Schaden: 10 000 Euro. Zehnmal fiel Sparkassen-Mitarbeitern Betrug und Urkundenfälschung auf, sodass sie einen Schaden von 60 000 Euro verhindern konnten.

Von Sabine Kreuz

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