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Leipziger Kinderbande: Prozess gegen Chefs beginnt am Amtsgericht

Leipziger Kinderbande: Prozess gegen Chefs beginnt am Amtsgericht

Hinter verschlossenen Türen hat gestern am Amtsgericht der Prozess gegen die Rädelsführer der berüchtigten Leipziger Kinderbande, Paul und Philipp S., begonnen.

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Quelle: Andreas Döring

Leipzig. Das Zwillingspaar ist mit seinen 15 Jahren mittlerweile strafmündig. "Aufgrund des jugendlichen Alters der Angeklagten handelt es sich jedoch um ein nicht öffentliches Verfahren. Das hat der Gesetzgeber ausnahmslos so vorgesehen", sagte Amtsgerichtssprecher Mathias Winderlich.

Die Brüder, die sich getrennt voneinander in Einrichtungen außerhalb Sachsens befinden, müssen sich der Staatsanwaltschaft zufolge wegen "zahlreicher gemeinsam begangener Eigentumsdelikte" verantworten. Auf der Anklagebank sitzen noch weitere Jugendliche. Der Prozess läuft voraussichtlich bis Ende Februar.

Wie berichtet, waren die Geschwister 2012 bei der Polizei bereits in 224 Fällen aktenkundig - vorwiegend wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Körperverletzung und Hausfriedensbruchs. Mit weiteren Mittätern hatten Paul und Philipp S. Geschäftsleute in ganz Leipzig terrorisiert, sie in Angst und Schrecken versetzt. Bevorzugte Masche der Bande: Während einige Mitglieder in Läden randalierten und die Mitarbeiter ablenkten, klauten andere unterdessen im Büro oder standen Schmiere.

Ende 2012 wurden bereits einige Bandenmitglieder am Amtsgericht verurteilt. Ihren damaligen Angaben zufolge traf sich die Clique jeweils an Haltestellen am Lindenauer Markt, am Adler oder an der Angerbrücke, bevor sie loszog, "um Viertel abzuchecken". Zum Motiv erklärten sie: "Das Taschengeld reichte nicht für Zigaretten, Alkohol und Klamotten." Einer der Haupttäter, Jürgen W. (15), wurde 2013 in zweiter Instanz zu anderthalb Jahren Haft - ohne Bewährung - verurteilt. Die Zwillinge, Ende 2012 erst 13, waren strafunmündig. In der Folge wurden sie in Spezialeinrichtungen untergebracht, büxten aber immer wieder aus, begingen Straftaten in Leipzig. So wurde etwa Paul S. im September 2013 - nunmehr 14 - beim Diebstahl in einem Schnellrestaurant am Waldplatz gefasst. Mit anderen hatte er eine Geldkassette gestohlen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.02.2015

Sabine Kreuz

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