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Leipziger Messerstecherin muss in Psychiatrie – Ermittlung wegen versuchten Mordes

Schule in Wiederitzsch Leipziger Messerstecherin muss in Psychiatrie – Ermittlung wegen versuchten Mordes

Nach dem Übergriff einer 14-Jährigen mit einem Messer in der Oberschule Wiederitzsch auf eine Mitschülerin, wurde die Täterin in die Psychiatrie eingeliefert. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Ermittlungen in Wiederitzsch nach der Messerstecherei.
 

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Die 14 Jahre alte Messerstecherin von der Oberschule in Wiederitzsch muss in eine psychiatrische Klinik. Einen entsprechenden Unterbringungsbefehl hat am Mittwoch der Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig erlassen. Die erste Nacht nach der Tat hat das Mädchen noch in Polizeigewahrsam verbracht.

Die Ermittlungen dauern in dem Fall weiter an. Inzwischen haben die Ermittler den Tatvorwurf konkretisiert. Neben gefährlicher Körperverletzung gehen sie nun auch von versuchtem Mord aus, teilte die Anklagebehörde mit. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren sei eingeleitet worden.

Die Schülerin hatte ihre Klassenkameradin mit einem großen Messer verletzt. Nach LVZ-Informationen war die Klinge mindestens 20 Zentimeter lang. Die Staatsanwaltschaft muss nun prüfen, ob die junge Täterin den Tod ihres Opfers zumindest billigend in Kauf nahm und somit vorsätzlich handelte. Auch Mordmerkmale spielen bei der Prüfung eine Rolle. Mit 14 Jahren ist die Messerstecherin gerade strafmündig und wird nach den Vorschriften des Jugendstrafrechts behandelt. Es ermöglicht für heranwachsende Gewalttäter Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Im Vordergrund steht aber stets der Erziehungsgedanke.

Über den Zustand der 13 Jahre alten Verletzten lagen am Mittwoch keine neuen Erkenntnisse vor. Nach Angaben vom Tattag erlitt das Mädchen Blessuren an Armen, Oberkörper und Schultern. Lebensgefahr bestand nicht, sie hat aber viel Blut verloren.

Der Hintergrund des brutalen Übergriffs ist noch immer unklar.

Von Matthias Roth

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