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Leipziger Polizei hebt illegalen Feuerwerks-Handel aus

Böller und Raketen sichergestellt Leipziger Polizei hebt illegalen Feuerwerks-Handel aus

Razzia in Reudnitz: Die Leipziger Polizei hat am Dienstag einen illegalen Feuerwerks-Handel ausgehoben, Waren im Wert von mehreren zehntausend Euro wurden sichergestellt. In diesem Zusammenhang warnt das LKA Sachsen vor illegalen Böllern und Raketen – und gibt Tipps zum sicheren Umgang.

Kistenweise illegale Feuerwerkskörper stellte die Leipziger Polizei bei einer Razzia am Dienstag sicher.
 

Quelle: Polizei Leipzig

Leipzig.  Schlag gegen den illegalen Feuerwerkshandel: Der Leipziger Polizei ist am Dienstag in Reudnitz ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Bei drei zeitgleich durchgeführten Durchsuchungen wurden zahlreiche Feuerwerkskörper ohne gültige CE- oder BAM-Kennzeichnung beschlagnahmt. Zusätzlich stellten die Beamten neben Computern und Festplatten auch rund 490 mit Pyrotechnik gefüllte Paketsendungen bei DHL sicher. Den Wert der Ware beziffert die Behörde mit 40.000 bis 50.000 Euro.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 23-Jähriger. Ihm wird vorgeworfen, in großem Stil mit illegalen Feuerwerkskörpern gehandelt zu haben. Seine Geschäfte tätigte der Beschuldigte dabei laut Polizei unter zahlreichen Aliasnamen. Wie viele Feuerwerkskörper sichergestellt wurden, konnte die Behörde noch nicht abschließend beziffern. Die Ermittlungen dauern an.

LKA weist auf Gefahren von Feuerwerk hin

Das sächsische Landeskriminalamt (LKA) warnt im Hinblick auf Silvester vor dem unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik. Dieser könne weitreichende Folgen haben, teilte die Behörde mit. Vor allem nicht zertifizierte Feuerwerkskörper seien nicht nur gefährlich – ihre Verwendung sei zudem strafrechtlich relevant. Es drohten Strafanzeigen und Gerichtsverfahren, hieß es.

Zwar sei Zahl der Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern, im Zeitraum zwischen Dezember 2014 und Januar 2015 mit insgesamt 542 Fällen im Vergleich zum Vorjahr (591) gesunken. Zugleich hätten die Fälle von gefährlicher oder schwerer Körperverletzung durch Böller und Raketen zugenommen. Waren es zum Jahreswechsel 2013/14 noch 17 Fälle im Freistaat, wurden im vergangenen Jahr schon 34 Taten registriert.

Warnung vor illegalen Böllern

Das LKA warnt insbesondere vor im Ausland beschafften Feuerwerkskörpern. Beim Kauf sollten Verbraucher stets auf eine gültige CE-Kennzeichnung, sowie auf die ausgewiesene Feuerwerkskategorie achten. In Deutschland darf nur Pyrotechnik der Kategorien 1 und 2 ohne besondere Erlaubnis verwendet werden. Auch sollte man sich nicht von der vermeintlich geringen Größe der Artikel täuschen lassen. Gerade durch die oftmals unterschiedlichen Stoffgemische könnten selbst Böller von der Größe einer R6-Batterie eine verheerende Wirkung entfalten.

Vor solchen illegalen Böllern sollten sich Verbraucher laut LKA hüten

Vor solchen illegalen Böllern sollten sich Verbraucher laut LKA hüten.

Quelle: Polizei Leipzig

Generell rät die Behörde aber: „Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie die Finger davon und kaufen Sie ihr Silvesterfeuerwerk auf dem deutschen Markt!“

Tipps & Hinweise zum korrekten Umgang

Doch auch bei einheimischem Feuerwerk gilt es laut LKA, einige Hinweise zu beachten. So sollten Verbraucher nie an den Böllern herumbasteln, um etwa die Sprengkraft selbstständig zu erhöhen. Auch vom erneuten Zünden sogenannter „Blindgängern“ rät die Behörde dringend ab. Diese sollten im Zweifel einfach liegen gelassen werden. Zudem sei Kindern gegenüber besondere Vorsicht geboten. „Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände“, so das LKA in seiner Mitteilung. Ebenfalls sollten Böller und Raketen nicht in geschlossenen Räumen oder von Balkonen aus gezündet werden. Verlässt man an Silvester seine Wohnung, um sich das Feuerwerk im Freien anzusehen, sei unbedingt darauf zu achten, dass Fenster und Türen geschlossen sind.

Als relativ sichere Alternative zu zahlreichen einzelnen Knallkörpern empfiehlt das LKA das Zünden von sogenannten Feuerwerksbatterien. Diese verfügten oft über ausklappbare Standfüße für erhöhte Stabilität und müssten zudem nur einmal angezündet werden – laut den Beamten ein deutlicher Sicherheitsgewinn.

Von bfi

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