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Leipziger Polizei richtet Soko „Johannapark“ ein

Neue Ermittlergruppe Leipziger Polizei richtet Soko „Johannapark“ ein

Die Leipziger Polizei reagiert auf die schweren Ausschreitungen am Freitagabend in der Innenstadt und richtet eine Sonderkommission mit elf Personen unter dem Namen „Johannapark“ ein.

Die Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruch und mit einer Sonderkommission nach den Ausschreitungen vergangenen Freitag in der Innenstadt.

Quelle: Indymedia

Leipzig. Die gewalttätigen Ausschreitungen der linken Szene vom vergangenen Freitag sollen ab sofort von der Sonderkommission „Johannapark“ aufgeklärt werden. Am Dienstag rief die Leipziger Polizei eine Soko ins Leben, die sich aus elf Beamten des Staatschutzes und des sächsischen Operativen Abwehrzentrums (OAZ) zur Extremismusbekämpfung zusammensetzt. Chef der Gruppe ist Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz.

"Mit der Soko Johannapark werden die Konsequenzen aus den rasant gestiegenen linksextremistischen Gewalttaten gezogen. Die Soko hat ganz klar den Auftrag, an die Straftäter und Hintermänner heranzukommen - es muss gelingen, die Täter aus der Anonymität zu holen. Darauf zielt jetzt die Konzentration", sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) der Leipziger Volkszeitung.

In der Nacht zum Sonnabend waren etwa hundert Autonome randalierend durch Leipzig gezogen und hatten zwei Polizisten verletzt sowie unter anderem das Bundesverwaltungsgericht und das US-Generalkonsulat angegriffen. Die Soko soll die weitere Ermittlungsarbeit zu dem Vorfall führen. Es sind bereits die fünften derartigen Krawalle in diesem Jahr gewesen.

Schwerpunkt der Sokoarbeit ist es, das umfangreich gesicherte Spurenmaterial kriminaltechnisch auszuwerten. Laut Polizei wird von einer langfristigen Ermittlung ausgegangen. In Kürze sei nicht mit Ergebnissen zu rechnen.

Am Donnerstag wollen auch die Mitglieder des Landtags in einer Aktuellen Stunde auf Antrag der Koalitionsfraktionen über die Krawalle in Leipzig debattieren. Dabei geht es auch um die Frage nach mehr Polizei-Beamten vor Ort, um Präsenz zu zeigen.

agri/ski/dpa

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