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Leipziger Polizei schnappt mutmaßlichen Bankräuber

21 Überfälle in den 1990ern Leipziger Polizei schnappt mutmaßlichen Bankräuber

Die Leipziger Polizei hat am Donnerstag einen mutmaßlichen Bankräuber festgenommen, der bereits früher Geldinstitute überfallen hat. Dem 51-Jährigen wird aktuell ein Sparkassenraub im Mai 2015 auf die Filiale in Anger-Crottendorf zur Last gelegt.

Ein Fahndungsfoto der Polizei zeigt den Täter beim Überfall auf die Sparkasse in der Leipziger Ungerstraße.

Quelle: Dirk Knofe / Polizei

Leipzig. Die Leipziger Polizei hat am Donnerstag einen mutmaßlichen Bankräuber festgenommen, der bereits früher Geldinstitute überfallen hat. Dem 51-Jährigen wird aktuell ein Raubzug im Mai 2015 in der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Anger-Crottendorf zur Last gelegt. Zudem prüfen die Beamten, ob weitere vier Überfälle in und um Leipzig auf sein Konto gehen könnten, hieß es am Freitag. Mit Serienrauben kennt sich der 51-Jährige zumindest aus: In den 1990er Jahren erbeutete Andreas B. bei mehr als 20 Banküberfällen in Baden-Württemberg und Sachsen bereits 1,8 Millionen Mark, verbrachte anschließend neun Jahre im Gefängnis.

Bei seinem mutmaßlich neuesten Coup am 12. Mai soll Andreas B. laut Polizei vor der Sparkassen-Filiale in der Ungerstraße gewartet haben, bis diese geschlossen wurde. Als eine 25-jährige Angestellte die Dependance anschließend durch den Mitarbeiterausgang verlassen wollte, stieß der Täter sie hinein und gelangte so in die Bank. Er drohte dort mit einer Schusswaffe und konnte letztlich mit einem fünfstelligen Betrag entkommen. Die Polizei suchte anschließend auch mit Fahndungsfotos nach dem Täter, blieb aber vorerst erfolglos.

Vier Sparkassen in Leipzig wurden seit Dezember 2013 ausgeraubt. Der Täter konnte jeweils einen fünfstelligen Bargeldbetrag erbeuten.

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Am Freitag hieß es nun, Spuren am Tatort hätten die Beamten zu Andreas B. geführt. Er wurde am Donnerstag auf offener Straße festgenommen, erklärte eine Polizeisprecherin gegenüber LVZ.de. In seiner Wohnung fanden die Beamten laut eigener Angaben weitere Beweismittel. Inzwischen befindet sich der Verdächtige in Untersuchungshaft.

Bei den anschließenden Ermittlungen der Behörden soll nun auch geklärt werden, ob weitere Sparkassen-Überfalle mit ähnlicher Vorgehensweise im Februar dieses Jahres in Großlehna (Markranstädt), im Dezember 2014 in der Leipziger Lessingstraße (Zentrum-West), im Februar 2014 in der Arnoldstraße (Stötteritz) sowie im Dezember 2013 in der Lützner Straße (Neulindenau) auf das Konto von Andreas B. gehen könnten. Hier wurden jeweils Geldbeträge in fünfstelliger Höhe erbeutet.

Sicher ist indes bereits: Zwischen 1995 und 2002 war der heute 51-Jährige zusammen mit einem Freund bereits maßgeblich an 21 Banküberfällen im Freistaat und in Baden-Württemberg beteiligt – unter anderem im sächsischen Mohorn, Scharfenstein und Lengefeld. Das Duo wurde damals aufgrund ihrer Vorgehensweise als „Tresenspringer“ bekannt, überwand mit Schreckschusspistole die Bankschalter und bedrohte die Angestellten. Im November 2002 verurteilte das Stuttgarter Landgericht die Beiden zu jeweils 14 Jahre Haft, Andreas B. kam 2012 dann wieder frei, war aber noch auf Bewährung.

Sicher ist auch: Bei der Leipziger Sparkasse wurde am Freitag gefeiert. „Wir sind wirklich erleichtert, freuen uns über den Erfolg. Danke an die Leipziger Polizei“, sagte Sprecher Frank Steinmeyer.

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