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Leipziger Polizei sucht Leichenteile im nördlichen Auwald

Vermisstenfall Leipziger Polizei sucht Leichenteile im nördlichen Auwald

Zahlreiche Polizisten durchkämmen den nördlichen Auwald nach fehlenden sterblichen Überresten eines Mannes. Bereits im vergangenen Sommer war die Leiche des Vermissten gefunden und identifiziert worden.

Die Polizei suchte am 22. März im nördlichen Leipziger Auwald nach sterblichen Überresten eines Vermissten.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Mit einem größeren Aufgebot sucht die Leipziger Polizei im nördlichen Auenwald nach Leichenteilen. Hintergrund ist ein Vermisstenfall, der im Juni vergangenen Jahres aufgeklärt schien. Damals wurden die sterblichen Überreste eines Schkeuditzers gefunden, der schon seit Juni 2015 als vermisst galt. Eine Straftat wurde ausgeschlossen.

Die Gerichtsmediziner hatten nach dem Fund im vergangenen Jahr den 46-jährigen Christof S. aus Schkeuditz per DNA-Analyse identifiziert. Die Leiche des Mannes hatte da bereits sehr lange im Freien gelegen, hieß es.

Suchgebiet im nördlichen Auwald

Suchgebiet im nördlichen Auwald.

Quelle: André Kempner

Offenbar geht es bei der neuen Suchaktion in einem Waldstück südlich von Schkeuditz zwischen Weißer Elster und Luppe darum, fehlende Überreste des Mannes aufzuspüren. Die Beamten gehen davon aus, dass Verbiss durch Wildtiere eine Rolle spielt. Die Polizisten durchkämmten den Bereich bereits am Dienstag, auch mit Leichenspürhunden. „Zu den Ergebnissen machen wir derzeit keine Angaben“, so Polizeisprecherin Maria Braunsdorf gegenüber LVZ.de. Weiterhin gebe es aber keinerlei Anhaltspunkte für eine Straftat.

Warum erst ein Jahr nach der Identifizierung eine groß angelegte Suchaktion startete, dazu äußerte sich die Polizeidirektion nicht. Jana Friedrich, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Leipzig erklärte, dass es keinen neuen Anlass gebe. Bereits nach der Obduktion des Mannes sei klar gewesen, dass eine Suchaktion stattfinden müsse. Der Zeitpunkt sei gewählt worden, weil aktuell der Bewuchs im Auwald nicht so dicht ist.

Über Todesursache und -Zeitpunkt von Christof S. wollten die Ermittler sich nicht äußern. Im Sommer 2016 hieß es, dass ein Selbstmord nicht ausgeschlossen werden könne.

Von lyn / fd

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